Das KI-Unternehmen Anthropic hat einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang in den USA eingereicht. Dies teilte der Entwickler des Chatbots „Claude“ am Montag mit. Einzelheiten zum Volumen oder den Bedingungen der Erstnotierung wurden zunächst nicht bekannt. Mit dem Börsengang wird in diesem Jahr gerechnet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.Der Schritt gilt an der Wall Street als Meilenstein für den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI). Ende Mai hatte sich Anthropic in einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar gesichert. Diese Runde bewertete das Start-up aus den USA mit 965 Milliarden Dollar, mehr als den ChatGPT-Entwickler OpenAI. Im Februar war Anthropic bei einer Finanzierungsrunde über 30 Milliarden Dollar noch mit 380 Milliarden Dollar bewertet worden.Der Schritt von Anthropic folgt auf den geplanten Mega-Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. SpaceX strebt dabei ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar an. Auch der Konkurrent OpenAI bereitet sich auf ein Börsendebüt vor. Er will in den kommenden Wochen ebenfalls einen vertraulichen Antrag für einen US-Börsengang stellen, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters Ende Mai sagte. Dabei reicht ein Unternehmen die erforderlichen Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC ein, veröffentlicht diese aber erst kurz vor dem Debüt.Anthropic wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und wird unter anderem von den Technologiekonzernen Google und Amazon unterstützt. Zudem wollen Microsoft und Nvidia bis zu 15 Milliarden Dollar in das Unternehmen investieren.
Anthropic stellt Antrag für US-Börsengang
Das Unternehmen hinter dem Chatbot „Claude“ könnte noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Es kommt zum Wettstreit mit OpenAI und SpaceX, die ebenfalls einen Börsengang planen.
Anthropic hat einen vertraulichen Antrag für einen US-Börsengang eingereicht und wurde im Mai mit 965 Milliarden Dollar bewertet—eine Bewertung, die OpenAI bereits übersteigt. Der Schritt signalisiert IT-Managern eine Marktkonsolidierung im Foundation-Model-Sektor, in dem künftige Lieferanten unter Aktionärsdruck größere Margen und weniger Flexibilität in Governance-Verträgen durchsetzen werden.











