Treffpunkt Warschauer Straße. Das Wochenende steht vor der Türe. Ausgelassene Stimmung auf der Brücke. Ein Blick zur Uhr: 22.13 Uhr. In der Marchlewskistraße stehen derweil Frauen und Männer zusammen. Sie tragen Warnwesten. Darauf steht Polizei oder Zoll. Sie besprechen die letzten Details zum geplanten Verbundeinsatz von Zoll, Polizei und Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO). „Unser Augenmerk gilt den privaten Chauffeurdiensten wie Uber oder Bolt“, erklärt Michael Unglaube, Pressesprecher beim Hauptzollamt Berlin.

Ein berechtigtes Ziel, hört man aus Ermittlerkreisen. Denn in den vergangenen Jahren hat sich im Lichterglanz der Hauptstadt eine riesige Schattenwirtschaft entwickelt. „Ein krimineller Sumpf mit richtigen Strukturen ist durch Uber und Bolt entstanden, forciert sogar von türkisch-arabischen Clans“, ist Unternehmer und Taxifahrer Michael Klewer (59) überzeugt.

Die Struktur des Systems erkennen

Wer die seit einigen Jahren bestehenden Probleme verstehen will, muss die Struktur von Uber oder Bolt kennen, muss sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen befassen.

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