Am Dienstag geht es los: Die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Herren fliegt am 2. Juni vom Frankfurter Flughafen aus nach Chicago zur Weltmeisterschaft 2026. Der Flug wird von Terminal 1 aus in Richtung Chicago starten und dort planmäßig nach gut neun Stunden Flug am Nachmittag (Ortszeit) landen. Nach dem 4:0 gegen Finnland am Sonntag in Mainz dürfte die Stimmung unter den Spielern, Trainern, Physios und Funktionären gut sein.Für diejenigen Passagiere, die zufällig auch zu dieser Zeit in die Vereinigten Staaten fliegen, kann es eine Überraschung geben, denn: Der DFB-Tross fliegt in einer regulären Linienmaschine, in deren Economyclass „normale“ Passagiere sitzen werden. Dies ist seit wenigen Jahren Standard, so war auch der Flug nach Katar 2022 ein regulärer Linienflug.Für die Profis und deren Stab sind die Plätze von der First Class bis zur Economy-plus-Klasse reserviert, wie die Lufthansa auf Anfrage mitteilt. Laut der Sprecherin des DFB fliegen im engsten Umkreis der Mannschaft rund 75 Personen mit, mit Funktionären werden es noch ein paar mehr sein.Für die regulären Passagiere ändert sich erstmal nichts. „Die Economy-Gäste boarden ganz normal am Gate“, sagt ein Sprecher. Die Passagiere wissen laut der Fluggesellschaft nichts von ihrem Glück, vorausgesetzt, sie haben noch nicht nachrecherchiert, welchen Flieger die DFB-Auswahl nehmen wird: einen A350 900, das laut Lufthansa modernste und umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug. Es verbraucht demnach knapp 30 Prozent weniger Kerosin als Vorgängermodelle.Anders als 2010 kein Promi an BordDas Team um Bundestrainer Julian Nagelsmann und Kapitän Joshua Kimmich wird zunächst am Hangar One erwartet, dem Konferenz- und Besucherzentrum der Lufthansa am Frankfurter Flughafen, bevor es für die Einreise in die Vereinigten Staaten die Sicherheitsprüfung durchstehen muss und dann über den First-Class-Zugang der Lufthansa im Terminal 1 zum Flugzeug gelangt. Die übrigen Passagiere werden zuerst in den Flieger gebracht, die DFB-Auswahl steigt danach ein. Die Passagiere werden laut Lufthansa auf Wunsch des Fußballbunds keine Möglichkeit haben, zu den Spielern zu gelangen. „Die Spieler und Offiziellen sind abgeschirmt.“Anders als etwa beim Sonderflug zur Weltmeisterschaft in Südafrika 2010, bei dem neben der kolumbianischen Popsängerin Shakira auch 150 Fans an Bord waren (der Flug war der erste Langstreckenflug der Lufthansa mit dem damals neu in die Flotte aufgenommenen A 380), wird auf dem Hinflug laut Lufthansa diesmal kein anderer Prominenter an Bord sein.Auch auf der Rückreise war es dem DFB wichtig, einen Linienflug zu nehmen. Der Fußballbund habe aus Klimaschutzgründen keine Extraflüge gewollt, sagt der Lufthansa-Sprecher. Wann der Rückflug sein wird, hängt logischerweise vom Abschneiden der Deutschen Nationalelf beim Turnier ab. „Der Rückflug wird kurzfristig gebucht“, heißt es von der Lufthansa. Anders als beim Hinflug könnte auf dem Weg Richtung Heimat eine prominente Begleitung an Bord sein. „Wenn wir Weltmeister werden, ziehen wir bestimmt noch eine Überraschung aus dem Köcher“, sagt der Lufthansa-Sprecher.Seit mittlerweile 21 Jahren ist Lufthansa der offizielle Airline-Partner des DFB. Dass die Fußballer in regulären Linienflügen reisen, ist aber relativ neu. Bis 2018 nutzte das Team oft eigens gemietete Maschinen, um zu den Weltmeisterschaften zu gelangen. Zur WM 2014 trugen erstmals acht Flieger die Aufschrift „Fanhansa“. Einer davon, eine Boeing 747-8 mit der Flugnummer LH2014, stand nach dem WM-Erfolg in Rio für die Rückreise der Nationalmannschaft bereit. Nach dem Triumph im Finale brachten Mitarbeiter der Lufthansa noch in der Nacht den Schriftzug „Siegerflieger“ an die Maschine an, um die Weltmeister nach Berlin zu bringen.Bei der WM in Qatar 2022 reisten die Fußballer mit einem A330, der mit seinem Schriftzug „Diversity Wins“ und abgebildeten Menschen mit verschiedenen Hautfarben und Geschlechtern für Vielfalt werben wollte. Der Flug brachte die Mannschaft ins Trainingslager in Oman.Der Frankfurter Flughafen war in der Vergangenheit auch schon der Ort für Titel-Feiern: So war das Weltmeister-Team 1990 am deutschen Drehkreuz angekommen, bevor Trainer Franz Beckenbauer den WM-Pokal auf dem Balkon des Römers in den Himmel streckte. Auch beim EM-Titel 1996 und nach der Niederlage im WM-Finale 2002 gab es in Frankfurt eine große Feier zu Ehren der Nationalelf.
WM 2026: DFB-Team und Passagiere reisen im selben Flugzeug
Zur Fußball-WM in Nordamerika kommt die deutsche Nationalmannschaft in einem regulären Linienflieger der Lufthansa. Für viele der normalen Passagiere der Economyclass dürfte der Flugtag zur Überraschung werden.












