PfadnavigationHomePolitikDeutschlandWüst statt Merz?So denken die Deutschen über einen „Kanzlertausch“ bei der UnionStand: 08:29 UhrLesedauer: 2 MinutenJournalist und Podcaster Robin Alexander analysiert die aktuellen Gerüchte um einen möglichen Kanzlertausch in der Union, bewertet die Rolle von Friedrich Merz und Hendrik Wüst und ordnet die Herausforderungen der Regierung bei Reformen und in Sachsen-Anhalt ein.Aus der Union sind Gedankenspiele bekannt geworden, ob Kanzler Merz durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte. Würde das die Zustimmung für CDU/CSU erhöhen? Eine Umfrage ergibt eine Tendenz.Eine knappe Mehrheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge nicht, dass die Union mehr Zustimmung bei den Wählern hätte, wenn jemand anderes als Friedrich Merz (CDU) Kanzler wäre. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL bejahten 41 Prozent der Befragten, dass es der Union helfen würde, wenn Merz das Amt des Bundeskanzlers aufgeben und jemand anderes aus der Union Bundeskanzler werden würde. 53 Prozent glauben das aber nicht.Auch von den Anhängern der CDU/CSU erwarten 42 Prozent, dass ihre Partei mit einem anderen Kanzler aus ihren Reihen größere Chancen auf bessere Zustimmungswerte bei den Wählern hätte als mit Merz. 56 Prozent sind dagegen skeptisch. Lesen Sie auchMehrere Medien, darunter der „Stern“, hatten angesichts der schwierigen Lage für Schwarz-Rot über Gedankenspiele innerhalb der Union berichtet, ob Kanzler Merz durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte. Dabei war der Name des NRW-Regierungschefs und Landesparteivorsitzenden Hendrik Wüst gefallen. Aus dem Umfeld des Kanzlers waren die „wüsten Spekulationen“ als „naive Idee“ zurückgewiesen worden.In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche führende Christdemokraten öffentlich ihre Unterstützung für Merz bekundet, darunter Wüst und Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU). CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sprach in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ von „Scheindebatten“. Er sei jetzt drei Tage in seinem Wahlkreis unterwegs gewesen, niemand habe ihn darauf angesprochen. Die Menschen interessiere, wie man die Energiekosten oder Steuern herunterbekomme.Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther verneinte vehement, dass Kanzler Merz ein Autoritätsproblem habe. „Nein, überhaupt gar nicht“, sagte Günther auf eine entsprechende Frage in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Er habe die Debatte über Spekulationen über einen Kanzlertausch „ein bisschen absurd“ und auch „eher von außen aufgedrückt“ gefunden. Aus seiner Sicht habe dies keinen Wahrheitsgehalt.Lesen Sie auchHeute werden zu einer internen Klausur auf Einladung der nordrhein-westfälischen CDU Merz und Wüst im sauerländischen Meschede erwartet. Wie es aus CDU-Kreisen heißt, ist dort schon seit Monaten eine zweitägige Veranstaltung geplant, zu der auch der CDU-Bundesvorsitzende zugesagt hat. Er will demnach als Gast eine Rede halten. Das Treffen habe „nichts mit der aktuellen Lage zu tun“. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte am 28. und 29. Mai 1008 Deutsche für die repräsentative Erhebung. Die mögliche Fehlerquote liebt bei plus/minus drei Prozentpunkten.dpa/nw