AfD beschließt Wahlprogramme: AfD wählt Ex-Mitglied der NPD-Jugend zum Generalsekretär

Beim AfD-Parteitag in Mecklenburg-Vorpommern wählen 91 Prozent der Delegierten einen mutmaßlichen Ex-Nazi. Das Wahlprogramm liest sich rassistisch.

Dario Seifert während seiner Bewerbungsrede beim Landesparteitag in Grimmen, Mecklenburg-Vorpommern

Chris Emil Janßen/imago

Das Qualifikationsprofil von Dario Seifert ist recht eindeutig: Ein Neonazi-Trauermarsch 2014, Berichte über enge Kontakte zu den „Nationalen Sozialisten Rostock“, zudem eine ehemalige Mitgliedschaft bei der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN): Der 32-Jährige kommt aus der Neonazi-Szene und bewegte sich selbst innerhalb der AfD nach seinem Parteieintritt stets am rechten Rand. Im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern stört das in der AfD offenbar nur noch 8 Prozent. 91 Prozent wiederum wählten den 32-Jährigen mit Neonazi-Vita trotz Unvereinbarkeitsbeschlusses zur NPD zum Generalsekretär des Landesverbands – wohlgemerkt ohne Gegenkandidaten.