PfadnavigationHomePolitikDeutschlandInsa-BefragungMehrheit erwartet in Umfrage ersten AfD-Ministerpräsidenten – Zweifel an „Brandmauer“Stand: 19:27 UhrLesedauer: 2 MinutenAfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, Ulrich SiegmundQuelle: REUTERS/Christian MangLaut einer Insa-Umfrage erwarten fast 70 Prozent der Deutschen, dass die AfD bald in mindestens einem Bundesland den Regierungschef stellen wird. Doch eine relative Mehrheit bevorzugt im Zweifel eher ein Bündnis der CDU mit der Linken als mit der AfD.Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält es inzwischen für wahrscheinlich, dass die AfD in absehbarer Zeit erstmals einen Ministerpräsidenten stellen wird. Das geht aus einer Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung hervor. Demnach rechnen 69 Prozent der Befragten damit, dass die AfD nach den kommenden Landtagswahlen in mindestens einem Bundesland den Regierungschef stellen könnte. 41 Prozent erwarten dies in einem Land, weitere 28 Prozent sogar in mehreren Ländern.Hintergrund der Befragung sind die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September. Nach aktuellen Umfragen liegt die AfD vor allem in Sachsen-Anhalt in Reichweite einer absoluten Mehrheit. Für CDU und SPD zeichnet sich dort ein schwieriger Wahlherbst ab.Falls die AfD zwar stärkste Kraft wird, aber keine absolute Mehrheit erreicht, würden die Deutschen mehrheitlich ein Bündnis der CDU mit der Linken einer Kooperation mit der AfD vorziehen. 40 Prozent der Befragten sprechen sich eher für ein solches Bündnis mit der Linken aus, 36 Prozent eher für eine Zusammenarbeit mit der AfD. Auch unter den Anhängern der Union ist die Präferenz klar: 48 Prozent würden eine Koalition mit der Linken bevorzugen, nur 27 Prozent eine mit der AfD. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundes-CDU aus dem Jahr 2018 schließt jegliche Zusammenarbeit der Christdemokraten mit der AfD und der Linkspartei aus. Lesen Sie auchZugleich zeigt die Umfrage, dass viele Bürger die bisherige Strategie im Umgang mit der AfD kritisch sehen. 45 Prozent sind der Ansicht, dass die „Brandmauer“ der Partei eher nutzt. Nur 30 Prozent glauben, dass die AfD nicht von der Abgrenzung der anderen Parteien profitiert.Beim Thema AfD-Verbot ist das Meinungsbild geteilt. 47 Prozent sprechen sich eher gegen ein Verbotsverfahren aus, 38 Prozent dafür. Auffällig ist dabei die Haltung der Unionsanhänger: Dort befürwortet mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit ein Verbot, während 35 Prozent dagegen sind.Insgesamt ist das Vertrauen in mögliche Regierungsbündnisse gering. 38 Prozent der Befragten halten keine der abgefragten Koalitionsoptionen für geeignet, die drängendsten Probleme im Land überzeugend zu lösen. 23 Prozent stimmten hier für eine Koalition aus Union und AfD, 19 Prozent für Union und SPD.Für die Umfrage befragte Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung zwischen dem 28. und 29. Mai 1003 Wahlberechtigte. Die maximale Fehlertoleranz beträgt +/- 3,1 Prozentpunkte.Mehr von WELT in Google sehenGoogle zeigt zu vielen Themen passende Nachrichten an. Nutzer können nun festlegen, welche Quellen ihnen bevorzugt angezeigt werden:WELT als bevorzugtes Medium festlegenll
Umfrage: Mehrheit erwartet ersten AfD-Ministerpräsidenten – Zweifel an „Brandmauer“-Strageie - WELT
Laut einer Insa-Umfrage erwarten fast 70 Prozent der Deutschen, dass die AfD bald in mindestens einem Bundesland den Regierungschef stellen wird. Doch eine relative Mehrheit bevorzugt im Zweifel eher ein Bündnis der CDU mit der Linken als mit der AfD.







