Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 22/2026.
Pflanzen machen derzeit erstaunliche Karrieren. In einem Film wurden sie erstmals als gleichrangige Darsteller genannt – in Silent Friend ist der Star ein alter Ginkgobaum im Botanischen Garten von Marburg. Und nun machen Pflanzen auch noch Musik: Ende Mai ertönte das erste »Pflanzenkonzert« in Deutschland. In einer Kölner Waldorfschule lauschten die Zuschauer den elektrischen Signalen aus Rosen und Palmen, die in Klaviertöne umgesetzt wurden. Zwar war für das musikalische Ergebnis vor allem der Jazzpianist Nikolaus Schardt zuständig: Er verflocht die floralen Impulse am Flügel zu passenden Musikstücken. Dennoch war es eine Premiere, dass hier Pflanzen nicht etwa als Dekoration auf der Bühne standen – sondern als Akteure.










