In dieser Woche gab es vor einem New Yorker Gericht mal wieder eine bemerkenswerte Volte im ewigen Korruptionsskandal um den Fußball-Weltverband Fifa: Zwei Anklagen sollen fallen gelassen werden. Das passt ins Muster der jüngeren Vergangenheit: Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt hat sich die US-Justiz mit großem Aplomb ins Fußballsystem gestürzt und es einmal auf den Kopf gestellt, bis das alte Personal weg war und an der Spitze Gianni Infantino als neuer Fifa-Präsident stand. Doch seitdem die USA den Zuschlag fürs WM-Turnier bekommen haben, ist der Ermittlungseifer, vorsichtig formuliert, erkennbar erlahmt.