Für das Publikum ist die Neubrandenburger „dokumentART“ vor allem ein internationales Filmfestival mit Tradition. Für die sechsköpfige Programmkommission - darunter die beiden Festivalleiterinnen Magda Jaroszewicz und Lisa Siomicheva - bedeutet sie zunächst viele Tage voller Konzentration und Debatten. Am 6. Oktober hebt sich der Vorhang zur 32. Auflage.
Es ist ein cineastischer Marathon, der für die Juroren erst am Samstag endete. Rund 1000 Dokumentarfilme aus etwa 30 europäischen Ländern und zahllose Stunden vor der Leinwand liegen hinter ihnen. Doch nun steht fest, welche 45 Filme den Sprung in den Wettbewerb geschafft haben.
Technische Perfektion allein reichte nicht, um in die Endrunde zu gelangen. Gesucht wurden auch dieses Mal wieder Filme mit eigener Handschrift und einer Bildsprache, die im Kopf bleibt. Starke Freundschaften und familiäre Beziehungen, KI und neue Technologien im Filmemachen, Fragen rund um Geschlechterrollen, Migrationserfahrungen und die Folgen von Krieg prägen viele der diesjährigen Einreichungen. Auch gesellschaftlicher Wandel spielt eine zentrale Rolle.
„Uns interessieren Filme, die etwas auslösen“, sagen die beiden Festivalleiterinnen Magda Jaroszewicz und Lisa Siomicheva. Genau darin liegt seit Jahrzehnten der Kern der dokumentART: Filme nicht nur zu zeigen, sondern Gespräche auszulösen – manchmal unbequem, manchmal überraschend, oft politisch. Und politisch war die Geschichte dieses Festivals von Anfang an, auch schon zu DDR-Zeiten.












