Djamal Ziane bemühte sich, zuversichtlich zu klingen, Hoffnung zu verbreiten und allen Fans, Verantwortlichen und Teamkollegen beim 1. FC Lokomotive Leipzig Mut zu machen. Aus den Worten des 34-jährigen Routiniers nach der 0:1 (0:0)-Niederlage im Relegations-Hinspiel zur 3. Liga gegen die Würzburger Kickers hörte man allerdings arge Zweifel heraus. „Mit der ersten Halbzeit konnten wir noch zufrieden sein, nach dem Gegentor haben wir aber den Faden verloren und waren anschließend zu ideenlos. Wir müssen froh sein, bei einem ihrer Konter nicht noch das zweite Gegentor kassiert zu haben“, erklärte die Identifikationsfigur der Loksche. „Würzburg hat jetzt im Rückspiel eine Führung zu verlieren, aber wir müssen einfach mehr Offensivpower entwickeln und den Kopf ausschalten, nicht zu viel darüber nachdenken.“Der Stürmer, der dem Team aus Probstheida seit mittlerweile zwölf Jahren die Treue hält und in dieser Zeit viele Höhen und Tiefen erlebt hat, weiß ganz genau, wie es sich anfühlt in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga auf bitterste Art und Weise zu scheitern. Vor sechs Jahren reichten ein 2:2 und ein 1:1 gegen den SC Verl aufgrund der Auswärtstorregelung nicht zum Sprung nach oben, am Ende der Saison 2024/25 gab es ein 1:1 und ein 0:0 gegen den TSV Havelse. Weil es die Auswärtstorregelung inzwischen nicht mehr gibt, ging das Rückspiel in die Verlängerung, in der Lok in Unterzahl die Puste ausging. Am Ende stieg Havelse nach einem 3:0 auf.