PfadnavigationHomePolitikAusland24 Milliarden Euro über BudgetBrisantes Papier geleakt – Putins Krieg verursacht enorme MehrkostenStand: 12:17 UhrLesedauer: 2 MinutenKremlchef Wladimir PutinQuelle: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin via APEinem Medienbericht zufolge sind die russischen Kosten für den Krieg in der Ukraine deutlich gestiegen. Der russische Finanzminister soll seine Kabinettskollegen aufgefordert haben, Ausgaben einzufrieren.Russland soll mit seinen Ausgaben für den Krieg gegen die Ukraine deutlich über Plan liegen. Das berichtet die „Financial Times“ und beruft sich auf ein Papier, das die Zeitung einsehen konnte.Demnach sollen in diesem Jahr 24 Milliarden Euro (2 Billionen Rubel) Mehrkosten anfallen. Dem Bericht nach hat der russische Finanzminister Anton Siluanow bereits im Februar bei einer Kabinettssitzung Einsparungen in allen Bereichen angeordnet. Im schlimmsten Fall könnten Siluanow nach in diesem Jahr bis zu 4 Billionen Rubel Mehrkosten anfallen. Ähnlich hoch könnten auch die Mehrausgaben für die Jahre 2027 und 2028 sein. In dem von der „Financial Times“ eingesehenen Brief wurde das Kabinett gebeten, insgesamt 2,9 Billionen Rubel an anderweitigen Ausgaben einzufrieren. Im Jahr 2028 könnte diese Summe dann auf bis zu 7,1 Billionen Rubel steigen.Für 2026 soll das jährliche Budget für „Sicherheit und Verteidigung“ bei umgerechnet 204 Milliarden Euro liegen. Das entspricht fast 40 Prozent des gesamten Haushalts.Lesen Sie auchDie Schwierigkeiten für die Finanzierung des Kriegs werden auch beim Blick auf das diesjährige Haushaltsdefizit deutlich. Der Kreml hat dem Bericht zufolge dafür 3,8 Billionen Rubel veranschlagt. Jedoch weist Russlands Haushalt bereits nach den ersten vier Monaten ein Defizit von 5,9 Billionen Rubel auf – das wohl größte Defizit, seit der russische Präsident Wladimir Putin 2022 die Invasion der Ukraine angeordnet hat.In einem Interview mit der russischen Zeitung „Kommersant“ sagte Siluanow, dass weitere Kürzungen im Haushalt möglich seien. „Unsere Reserven sind nicht unerschöpflich. Wir können uns keine Schwachstellen in unseren Finanzen leisten, während weltweit solch große Umwälzungen stattfinden“, sagte er. Das Kabinett arbeite ununterbrochen daran, die Staatsfinanzen zu stabilisieren und auszugleichen.jm