Es ist ein Paukenschlag: In zwei Millionenstädten treten Mindesttarife für Uber & Co. in Kraft. In Köln müssen Fahrgäste, die per App einen Mietwagen mit Fahrer bestellen, ab Montag mehr bezahlen. München zieht zum 1. Juli nach. Für Berliner wird eine Frage immer drängender.
„Wann zieht der Senat endlich nach? Berlin muss handeln und Farbe bekennen“, sagt Alexander Mönch, Präsident von FreeNow by Lyft, im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Ein Urteil, das am kommenden Mittwoch verkündet wird, könnte weiteren Zündstoff bieten.
Am 1. Juni 2026 ist es so weit. In Köln verteuern sich Mietwagenfahrten im Schnitt um rund die Hälfte. Die Stadt hat eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach sie mindestens 80 Prozent des regulären Taxitarifs kosten müssen. In München müssen sich die Fahrdienstvermittler ab Juli ebenfalls an den Taxipreisen orientieren. Während die Taxibranche einen Hoffnungsschimmer sieht, kritisieren andere das „Preisdiktat“.
FreeNow-Chef: Billige Mobilität wird „teuer erkauft“
„Ich kann verstehen, wenn sich Menschen über billige Mobilität freuen“, sagt Alexander Mönch von FreeNow. Das Unternehmen, dessen App Fahrgäste mit Taxibetreibern und Funkzentrale zusammenbringt, ist in 150 Städten in neun europäischen Ländern aktiv. „Vor allem junge Leute nutzen das Angebot, mit Mietwagen preiswerter als im Taxi durch die Stadt zu fahren. Den Fahrgästen können wir keinen Vorwurf machen“, weiß er.










