Inmitten der diesjährigen Glitzermesse für Feinmechanik und Uhrenposing, der Watches and Wonders in Genf, wurde ein neuer Trend sichtbar: Statt mit opulenten Angeberkomplikationen beweisen besonders vornehme Manufakturen ihr Können, indem sie komplexe Funktionen so versteckt wie möglich integrieren. Ganz im Sinne des Quiet-Luxury-Trends lautet ihr Motto: kompliziert ja, aber bitte diskret.
Als absoluter Großmeister für unaufdringlichen Uhrenstil und High-End-Qualität gilt die eigenständige Manufaktur Parmigiani Fleurier, an der Hermès beteiligt ist. Zum dreißigjährigen Jubiläum lanciert Parmigiani seine dritte Weltneuheit: einen Chronografen, der auf mysteriöse Weise verschwindet.Auf den ersten Blick tritt der „Tonda PF Chronographe Mystérieux“ als Purist mit drei silbernen Zeigern auf. Drückt man den Mono-Pusher auf der linken Gehäuseseite, springen zwei Rotgoldzeiger für Stunden- und Minutenanzeige hervor und die Uhr startet sofort über die Edelstahlzeiger ihre Chronografenfunktion. Beim zweiten Drücken wird das Zeitstoppen beendet, und das Intervall ist exzellent abzulesen. Beim dritten Drücken verschwinden die Rotgoldzeiger wieder unter den silbernen.
Was so simpel wirkt, ist mechanisch ultrakompliziert und beschäftigt 362 Einzelteile. Parmigiani musste dafür das Prinzip aus quasi drei Rattrapante-Flyback-Chronografen zu einem synchronisieren. Obendrein wurde dieser Geniestreich mit einem Automatikwerk inklusive 60-stündiger Laufzeit kombiniert und in ein 40 Millimeter großes Edelstahlgehäuse mit kratzfester Platinlünette platziert, das nur 13 Millimeter Höhe misst.









