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Über Pfingsten freuten sich noch viele Menschen in Deutschland über das »schöne Wetter«. Mittlerweile zeigen sich in ganz Mitteleuropa die dramatischen Folgen der hochsommerlichen Temperaturen. So raten bei über 30 Grad Mediziner dringend von Sport im Freien ab. Doch Tennisprofis konnten sich das in dieser Woche der French Open nicht aussuchen: Nach einem 4:41-Stunden-Marathon in der Pariser Hitze (31 Grad) brach der Tscheche Jakub Mensik auf dem Platz zusammen – offenbar von Krämpfen geplagt. Auch der Italiener Jannik Sinner konnte nicht mehr. Der große Turnierfavorit wankte bedenklich auf dem Court Philippe-Chatrier, geschüttelt von körperlichen Problemen. »Mir ist sehr schwindelig«, sagte der Weltranglistenerste aus Südtirol.

Ungünstiger Stadionbau: Spieler wurden »gekocht«

Die US-Zeitung »The Athletic« titelt daher folgerichtig: »Jannik Sinner mag zwar ein Hitzeproblem haben, aber im Tennis gibt es ein viel größeres« und beschreibt, dass es auf dem Gelände wenig Schatten gab, zu wenig Eis und das Wasser in den Kühlschränken am Spielfeldrand nicht so kalt war wie gewohnt. Zudem hätte es nur wenige klimatisierte Räume gegeben. Durch die ungünstige Bebauung seien die Spieler regelrecht »gekocht« worden. Was weniger Schlagzeilen machte: Zwei andere Menschen starben in diesen Tagen bei anderen Sportveranstaltungen in Paris und im Großraum Lyon.