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Die Dungeon Lane ist eine Straße im Süden von Liverpool, zwischen dem Flughafen, der heute den Namen John Lennon trägt, und den trägeren Wassern des Mersey. Hier fanden sich John, Paul und George, hingen herum, trampten durch die Gegend und fingen an, Musik zu machen. Aus den Jungs von der Dungeon Lane wurden, klar, die Beatles. Komplettiert durch Ringo, veränderten sie die Welt. Aber hey, du kriegst vielleicht die Jungs aus der Dungeon Lane raus, aber nicht die Dungeon Lane aus den Jungs.

The Boys of Dungeon Lane ist das neue Soloalbum von Paul McCartney und zugleich ein Beatles-Album. Genauer gesagt: Es ist das beste Beatles-Album seit Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band, also vielleicht sogar besser als das überbordende White Album. Es ist ein Beatles-Album, auch wenn es die Band natürlich schon lange nicht mehr gibt, die eine Hälfte der Mitglieder tot ist und die andere Hälfte über das Rentenalter hinaus. Paul McCartney hat ein Album geschaffen, das die Beatles bewahrt, sie in gewisser Weise sogar rekonstruiert, ihre (Vor-)Geschichte erzählt und zugleich doch Abschied nimmt. Auf eine höchst vitale und kein bisschen larmoyante Weise. Es gibt keinen anderen Musiker auf der Welt, der ein solches Kunststück hätte vollbringen können.