Er habe damit den bisherigen Rekord von Lakpa Gelu Sherpa von 2003 um eine gute Stunde unterboten, hieß es. Die Leistung sorgt in der Bergsteiger-Szene für Aufmerksamkeit – wirft aber auch die Frage nach der Vergleichbarkeit solcher Bestzeiten auf.»Natürlich ist es eine sehr beeindruckende Leistung, den Everest – auch mit Flaschensauerstoff – in dieser Zeit vom Basislager bis zum Gipfel zu besteigen«, sagte Billi Bierling, Leiterin des Archivs Himalayan Database. »Die meisten Menschen benötigen dafür allein vom Lager 4 auf 7950 Metern bis zum Gipfel ähnlich lange.« Einen Geschwindigkeitsrekord am Berg unter Verwendung von Flaschensauerstoff könne man aber nicht mit einem Rekord in einem Stadion vergleichen.

Viele Faktoren beeinflussen die LeistungSowohl die Höhe, ab der man Sauerstoff benutze, als auch die Durchflussrate machten einen großen Unterschied. »Zudem denke ich, dass man als Athlet einen solchen Rekord ohne Flaschensauerstoff bestreiten sollte«, ergänzte Bierling, die selbst einige Achttausender ohne Flaschensauerstoff bestiegen hat. Die gefühlte Höhe reduziere sich mit dem Sauerstoff stark, sodass Flaschensauerstoff ein leistungsförderndes Mittel sei.

Eine Besteigung des Mount Everest ohne diesen zusätzlichen Sauerstoff sei eine der größten Herausforderungen, die nur wenigen Menschen gelinge. Auch Andrews hatte das nach eigenen Angaben mehrfach versucht, aber jedes Mal abbrechen müssen.