Anthropic überholt Open AIAnthropic nähert sich mit seiner Bewertung der Marke von einer Billion Dollar. Das auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen teilte am Donnerstag mit, weiteres Geld von Investoren eingesammelt zu haben und dabei mit 965 Milliarden Dollar bewertet zu sein. Damit konnte es innerhalb weniger Monate seine Bewertung dramatisch erhöhen. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Februar dieses Jahres waren es noch 380 Milliarden Dollar.Zumindest für den Moment hat Anthropic damit auch seinen großen Rivalen Open AI überholt, der bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde Ende März mit 852 Milliarden Dollar bewertet wurde. Sowohl Open AI als auch Anthropic bereiten gerade ihren Börsengang vor.Anthropic baut auch sein Geschäft weiter rasant aus. Wie es in der Mitteilung am Donnerstag hieß, liegt der aufs Jahr hochgerechnete Umsatz nun bei 47 Milliarden Dollar. Im April war noch von 30 Milliarden Dollar die Rede, im Februar von 14 Milliarden Dollar.Im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde hat Anthropic insgesamt 65 Milliarden Dollar von Investoren bekommen. Im Februar waren es 30 Milliarden Dollar.Fabian DrahmouneDell profitiert von KI-BoomDer US-Computerbauer Dell hat dank einer starken Nachfrage nach Servern für Künstliche Intelligenz (KI) ​seine Jahresziele für Umsatz und Gewinn deutlich angehoben. Die Aktien des Unternehmens stiegen nachbörslich um ⁠mehr als zehn Prozent.Im abgelaufenen ersten Quartal kletterte der Umsatz um 88 Prozent auf 43,84 Milliarden Dollar, wie Dell am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen der ‌Analysten von 35,43 Milliarden Dollar laut LSEG-Daten deutlich. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 4,86 Dollar ebenfalls weit über den prognostizierten 2,94 Dollar. Für das laufende zweite Quartal ‌stellte Dell ebenfalls Ergebnisse über den ‌Markterwartungen in Aussicht.Treiber der Entwicklung ist der Ausbau von Rechenzentren durch Kunden, die verstärkt auf KI-optimierte Server mit leistungsstarken Chips von Nvidia setzen. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Dell nun mit einem KI-Server-Umsatz ​von rund 60 Milliarden Dollar, nach zuvor ⁠angepeilten 50 Milliarden. Die Prognose für den gesamten Jahresumsatz schraubte das Management auf 165 bis 169 Milliarden Dollar nach oben, ​nach zuvor 138 bis 142 Milliarden. Den erwarteten bereinigten Jahresgewinn je Aktie hob das Unternehmen von 12,90 auf ⁠17,90 Dollar an.Im ‌ersten Quartal sprang Dells Umsatz der Infrastruktur-Sparte - also Speicher, Software und Server – um 181 Prozent auf 29 Milliarden Dollar. Das Geschäft mit Personalcomputern (PC) wuchs um 17 Prozent auf 14,61 Milliarden Dollar.Telekom einigt sich mit Verdi auf neuen Tarifvertrag Der Tarifkonflikt für bundesweit rund 60.000 Beschäftigte bei der Deutschen Telekom ist beigelegt. Wie die Gewerkschaft Verdi und die Telekom mitteilten, wurde die Einigung in der vierten Runde nach einem 36-stündigen Verhandlungsmarathon erzielt. Vereinbart wurden nach Angaben beider Seiten höhere Entgelte und ein verlängerter Kündigungsschutz. Laut Verdi gibt es zudem erstmalig einen Mitgliederbonus.Im Einzelnen sieht das Tarifergebnis vor, dass das sogenannte „zusätzliche Monatsentgelt“, eine dauerhafte tarifliche Zulage für Konzernbeschäftigte, ab August von 190 auf 340 Euro angehoben wird. Ab Juli 2027 steigt diese Entgeltkomponente nochmals auf 480 Euro. Ab Juni 2028 werden zudem die Tabellenentgelte um 2,4 Prozent erhöht. Betriebsbedingte Kündigungen werden für die gesamte Laufzeit des Tarifvertrags (33 Monate bis 31. Dezember 2028) ausgeschlossen. Tarifbeschäftigte, die zum Stichtag 28. Mai 2026 Verdi-Mitglied sind, erhalten nach Gewerkschaftsangaben in diesem Jahr zudem erstmals einen einmaligen Mitgliederbonus in Höhe von 440 Euro; sind sie Ende 2028 weiter Verdi-Mitglieder, erhalten sie einen weiteren Bonus in Höhe von 220 Euro, wie die Gewerkschaft weiter mitteilte. Verdi hatte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr verlangt.„Mehr Geld, mehr Schutz, mehr Anerkennung, mehr Solidarität – das ist ein Vierklang, mit dem wir zentrale Ziele in dieser Tarifrunde erreichen konnten“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Sauerland. „Ohne die starke Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks, Kundgebungen und Aktionen wäre das so nicht möglich gewesen.“ Telekom-Personalvorständin Birgit Bohle sprach von einem „ausgewogenen Abschluss“, der „ein klares Zeichen für Stabilität und Verlässlichkeit“ setze und zugleich den Beschäftigten ein deutliches Gehaltsplus sichere. DHL macht Paket-Deal mit US-Post Die US-Tochter des deutschen Logistikkonzerns DHL Group ​hat mit dem US Postal Service eine weitreichende Partnerschaft für ⁠die Paketzustellung vereinbart. Der Vertrag läuft über mehrere Jahre und hat voraussichtlich ein Volumen von mehr als zehn Milliarden Dollar, wie US-Post ‌am Donnerstag mitteilte. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt DHL eCommerce die Abholung und Sortierung der Sendungen in seinen 19 US-Logistikzentren, ‌während die US-Post die ‌Zustellung auf der sogenannten letzten Meile übernimmt. DHL-Manager Scott Ashbaugh erklärte, mit der Kooperation könne das Unternehmen in den USA wachsen und ​das dortige Geschäft bis zum Jahr ⁠2030 in etwa verdoppeln.Für die finanziell angeschlagene US-Post ist das Geschäft von hoher Bedeutung. ​Der Konzern, der seit 2007 unter anderem wegen des Rückgangs des ⁠klassischen Briefgeschäfts Nettoverluste von ‌insgesamt 118 Milliarden Dollar anhäufte, hatte gewarnt, dass ihm im Februar das Geld ausgehen könnte. Erst im vergangenen Monat hatte die ⁠Post eine neue ⁠Vereinbarung mit dem Online-Riesen Amazon geschlossen. Postchef David Steiner betonte, die Kooperation ⁠mit ​DHL ⁠sei für beide Seiten ein Gewinn. ​Der deutsche Logistikriese müsse dadurch nicht selbst massiv ‌in den Aufbau eines eigenen Zustellnetzes investieren, um den US-Markt flächendeckend ​zu bedienen. Milliardär kauft legendären Kasino-Betreiber Caesars für 17,6 Milliarden DollarGroßübernahme im Glücksspiel-Mekka Las Vegas: Der US-Milliardär Tilman Fertitta kauft den ​legendären Kasino-Betreiber Caesars Entertainment und nimmt ihn von der Börse. Für die Übernahme legt ⁠Fertittas Firma insgesamt 17,6 Milliarden Dollar auf den Tisch, inklusive Schulden in Höhe von 11,9 Milliarden, wie Caesars am Donnerstag mitteilte. Die Aktionäre dürfen sich über ein großzügiges ‌Angebot freuen: Mit 31 Dollar pro Aktie bietet Fertitta einen Aufschlag von fast 50 Prozent auf den Kurs, bevor erste Gerüchte über den Deal die Runde machten.Mit ‌dem Kauf schmiedet Fertitta, ‌dem bereits die Golden-Nugget-Kasinos und das Basketball-Team Houston Rockets gehören, ein gewaltiges Freizeit-Imperium. Zu seinem Reich zählen neben Restaurants wie dem Rainforest Cafe und Bubba Gump Shrimp mehr als 600 weitere Betriebe. ​Zusammen mit den über 50 Kasinos von ⁠Caesars entsteht ein neuer Gigant in der US-Unterhaltungsbranche, zu dem dann auch das berühmte Caesars Palace Hotel gehören ​wird, in dem Stars wie Frank Sinatra, Elvis Presley, Dean Martin, Elton John, Cher oder Adele ⁠auf der Bühne standen. ‌Das bisherige Management von Caesars soll an Bord bleiben und die Geschäfte weiterführen.Fertitta beweist mit dem Deal einen langen Atem. Bereits 2018 hatte er versucht, sein Glücksspiel-Reich mit Caesars ⁠zu fusionieren, war ⁠damals aber gescheitert. Nun schlägt er zu einer Zeit zu, in der Caesars mit sinkenden ⁠Besucherzahlen in Las ​Vegas ⁠und einem schwächelnden Online-Wettgeschäft zu kämpfen hat. ​Ob Fertitta aber wirklich der letzte Bieter ist, bleibt abzuwarten: ‌Die Vereinbarung enthält eine Klausel, die es Caesars erlaubt, sich bis zum 11. Juli ​noch nach besseren Angeboten umzusehen. Heckler & Koch hat Gewinn mehr als verdreifachtDeutschlands größter Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Gewinn in die Höhe katapultiert. Wie das Unternehmen aus Oberndorf in Baden-Württemberg mitteilte, stieg das Nachsteuerergebnis im ersten Quartal um 14,4 auf 20,1 Millionen Euro - es war ein Plus von rund 255 Prozent, der Gewinn stieg also auf mehr als das Dreifache. Der Umsatz konnte in dem Zeitraum den Angaben zufolge um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro gesteigert werden.Auch der Auftragseingang war deutlich höher als zuvor - die Firma dürfte also auch in den kommenden Jahren noch kräftig Kasse machen, wenn sie im Rahmen langfristiger Lieferverträge Waffen an Nato-Armeen ausliefert. So bekommt die Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre, die das veraltete G36 ablösen sollen. Vermutlich werden es noch mehr, ein Rahmenvertrag ermöglicht Bestellungen über weitere 170.000 Gewehre. EU-Kommission prüft chinesische Übernahme von Mediamarkt-Saturn auf SubventionenDie geplante chinesische Übernahme der Elektrohändler Mediamarkt und Saturn stößt auf Hürden in Brüssel. Die EU-Kommission kündigte am Donnerstag an, sie werde den Kauf der Mehrheitsanteile an der Muttergesellschaft Ceconomy AG durch den chinesischen Konzern JD.com auf unfaire Subventionen aus Peking prüfen. Stellt die Kommission einen Verstoß gegen EU-Recht fest, kann sie die Übernahme verbieten.JD habe in China möglicherweise von direkten Staatshilfen, Steuervorteilen und günstigen Krediten profitiert, begründete die Kommission ihr Vorgehen. Sie will nun prüfen, ob solche Hilfen dazu geführt haben, dass JD ein höheres Angebot machen und so die bisherigen Anteilseigner überzeugen konnte. Außerdem befürchtet die Kommission, JD könnte nach dem Kauf einen unfairen Vorteil auf dem europäischen Markt haben.Die Kommission muss ihre Ermittlungen bis Anfang Oktober abschließen. Bestätigt sich ihr Verdacht auf unfaire Subventionen, kann sie von JD einen Ausgleich verlangen oder die Übernahme vollständig verbieten. Die beiden Unternehmen hatten die Übernahme im vergangenen Jahr angekündigt. US-Saatgutunternehmen verklagt Bayer wegen Monopol bei MaisGegen den Agrar- und Pharmakonzern Bayer ist in den USA ​eine Klage wegen illegaler und wettbewerbswidriger Praktiken erhoben worden. Dem Konzern wird vorgeworfen, den ⁠US-Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut monopolisiert und damit „Hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden, unrechtmäßig erwirtschaftete Dollar“ eingenommen zu haben. Dies geht aus der Klageschrift hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. ‌Das Unternehmen habe den Markt für Maissaatgut kontrolliert, das gegen sein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel Roundup resistent ist. Der Konzern habe Wettbewerber an der Entwicklung generischer Versionen des von Bayer ‌kontrollierten Maissaatguts mit der Bezeichnung ‌NK603 gehindert, heißt es in der Klageschrift. Das habe die Kosten für Landwirte und unabhängige Saatgutfirmen in die Höhe getrieben.Bayer wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück. Die Anschuldigungen seien unbegründet ​und man werde vor Gericht darauf reagieren, teilte ⁠das Unternehmen mit. „Die Märkte für Betriebsmittel und Maissaatgut sind wettbewerbsfähig, fair und vielfältig“, erklärte Bayer. Die Zivilklage gegen Bayer ​wurde von Latham Quality, einem Saatgutunternehmen aus Iowa, bei einem Bundesgericht im US-Staat Missouri eingereicht. Sie strebt ⁠eine Sammelklage und ‌eine dreifache Entschädigung für die laut dem Kläger erlittenen Schäden an. Deutscher Wirtschaft drohen Milliardenverluste wegen HitzeExtreme Hitze entwickelt sich laut einer Untersuchung des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade zu einem immer größeren Problem für die deutsche Wirtschaft. Besonders schwierig sei dabei die doppelte Belastung für Unternehmen: Einerseits senkten steigende Temperaturen die Produktivität, andererseits stiegen gleichzeitig die Energiekosten.Sollten sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen, geht der Kreditversicherer bis zum Jahr 2030 von wirtschaftlichen Verlusten in Deutschland in Höhe von rund 112,5 Milliarden Euro aus. „Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock“, sagte der Allianz-Trade-Chef in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Milo Bogaerts. Der größte Schaden entstehe aber nicht heute, sondern morgen, denn sinkende Renditeerwartungen bremsten Investitionen – und damit die künftige Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.Der Untersuchung zufolge sinkt die Produktivität pro zusätzlichem Grad über 30 Grad um etwa 3 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Energiekosten um etwa 1,2 Prozent pro Grad durch einen höheren Kühlbedarf. Aber auch für den Staat habe das Folgen. Im Schnitt verschlechtere sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr. Deutz übernimmt brasilianischen Generatorenhersteller Maxi Trust Power Der Motorenbauer Deutz hat in Brasilien den Generatorenhersteller Maxi Trust Power gekauft. Der Gesamtkaufpreis liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilten die Kölner am späten Mittwochabend mit. Für die Übernahme nimmt Deutz Schulden auf. Der Vollzug wird noch im laufenden zweiten Quartal erwartet. Maxi Trust Power ist den Angaben zufolge ein Hersteller von Diesel- und Gasgeneratoren. Zu den Kunden gehören insbesondere Supermärkte, Bau- und Landwirtschaftsunternehmen. Salesforce wegen KI mit erneutem Rekordergebnis – Ausblick enttäuscht AnlegerSalesforce meldet eine wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen. „Es war ein herausragendes Quartal: Rekordumsätze, Rekord-Vertragsabschlüsse, Rekord-Mittelzuflüsse“, sagte Marc Benioff, der Chef des SAP-Rivalen, ⁠am Mittwoch. Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung. Daraufhin büßten die Aktien im nachbörslichen Handel an der Wall Street ‌mehr als drei Prozent ein. Unter „SaaSpocalypse“ verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware (Software-as-a-Service, SaaS) durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software für Buchhaltung oder Lagerverwaltung zu einem ‌Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & ‌Co programmieren lassen.Salesforce rechnet im laufenden Quartal mit Umsätzen zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang im ​Schnitt 11,36 Milliarden vorhergesagt. Finanzchefin Robin Washington zufolge wird sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 jedoch beschleunigen. Daher ⁠hebe sie ‌das untere Ende des Zielkorridors für die Gesamtjahreserlöse leicht an. Sie rechne nun mit einer Spanne von 45,9 bis 46,2 statt 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar.Im ersten Quartal steigerte der US-Konzern seinen ⁠Gewinn überraschend deutlich ⁠um 50 Prozent auf 3,88 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um zwölf Prozent und ⁠lag mit 11,1 ​Milliarden ⁠Dollar im Rahmen der Markterwartungen. Der Auftragseingang ​wuchs ähnlich stark auf 33,6 Milliarden Dollar. Der Wachstumstreiber des ‌Unternehmens ist die KI-Plattform „Agentforce“. Deren jährlich wiederkehrende Umsätze verdreifachten sich. In absoluten Zahlen machen sie ​jedoch nur etwa zehn Prozent des Gesamtgeschäfts aus. Uber erhöht Stimmrechtsanteil an Delivery Hero deutlich Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat seinen Anteil am deutschen Lieferdienstkonzern Delivery Hero im Übernahmepoker deutlich ausgebaut. Der direkte Anteil von Uber sei zu Wochenbeginn von 19,5 auf 24,99 Prozent gestiegen, hieß es in einer Stimmrechtsmitteilung vom MDax -Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss. Inklusive Wertpapier-Instrumenten hat sich Uber den Zugriff auf Stimmrechte an den Berlinern im Umfang von 36,83 Prozent gesichert.Am vergangenen Wochenende hatte Delivery Hero mitgeteilt, der US-Konzern sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen. In der Folge war am Montag der Aktienkurs mit der Spekulation auf einen Bieterkampf deutlich über diese Marke hinaus gestiegen.Wie aus einer weiteren Stimmrechtsmitteilung der Berliner hervorging, reduzierte – ebenfalls am Montag – der weitere Großaktionär Aspex Fund seine Beteiligung von zuvor 14,55 auf nun 7,56 Prozent der Anteile.In Medienberichten wie in der „Financial Times“ hatte es bereits am Wochenende unter Berufung auf Insider geheißen, dass Uber auch an große Anteilseigner der Berliner herangetreten sei, mit der Bereitschaft, 38 Euro je Papier zu zahlen. Wie die Zeitung berichtete, wollten viele Investoren aber einen Preis von 40 Euro sehen. Am Mittwoch beendete die Delivery-Hero-Aktie den Xetra-Handel mit einem Schlusskurs von 39,35 Euro. RSM Ebner Stolz gewinnt KI-Expertin Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft RSM Ebner Stolz erweitert ihren Geschäftsbereich „Daten und Digital Services” mit einem prominenten Neuzugang. Zum Juli übernimmt Nathalia Schomerus die Leitung der Einheit, in der RSM Ebner Stolz seine digitalen Kompetenzen zusammenfasst und die derzeit knapp 60 Mitarbeiter beschäftigt. Die 30 Jahre alte Juristin genießt über den deutschen Rechts- und Steuermarkt hinaus einen hervorragenden Ruf als Legal-Tech-Expertin. Derzeit arbeitet sie als „Legal Innovation Lead“ bei der schwedischen KI-Plattform Legora und ist dort für die Umsetzung der Strategie und die Wissensmodellierung für „Legal AI“, also Künstliche Intelligenz speziell für juristische Anwender, für Großkunden verantwortlich. Bevor sie im Jahr 2025 zu Legora wechselte, das nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet wurde, arbeitete Schomerus für CMS Hasche Sigle. Bei der deutschen Großkanzlei war sie im Legal-Tech-Bereich unter anderem als Leiterin Künstliche Intelligenz für die Mitentwicklung eigener KI-Modelle verantwortlich. Im Frühjahr 2025 stieg CMS als Minderheitsinvestor beim KI-Arbeitsplatz Beck-Noxtua ein. Führender Investor in der Finanzierungsrunde ist der C.H. Beck-Verlag. Mehr ladenTickarooLive Blog Software