PfadnavigationHomePanoramaTote Schüler in DinslakenErmittlungen nach Unfall eingeleitet – Autofahrerin war wegen Ohnmachtsanfall polizeibekanntStand: 15:54 UhrLesedauer: 3 MinutenAufnahme des Unfallsorts in DinslakenQuelle: Fabian Strauch/dpaEine Frau fährt mit ihrem Auto in eine Gruppe von Kindern, zwei von ihnen sterben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Denn die Autofahrerin war bereits vor einem Jahr wegen eines Unfalls in ein Verfahren verwickelt.Nach dem Unfall mit zwei toten Schulkindern in Dinslaken eröffnet die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen die Autofahrerin wegen fahrlässiger Tötung. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war gegen die Beschuldigte bereits im Jahr 2025 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs geführt worden. Hintergrund war ein Verkehrsunfall im Mai 2025, bei dem die Frau einen plötzlich auftretenden, nicht vorhersehbaren Ohnmachtsanfall erlitten hatte. Das Verfahren wurde damals mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.Lesen Sie auchZwischenzeitlich wurde der Frau ein sogenannter Ereignisrekorder zur Aufzeichnung der Herzaktivität eingesetzt. Die dort gespeicherten Daten würden ausgewertet, hieß es. Zudem wurde das Fahrzeug beschlagnahmt. Ein Sachverständiger wurde mit der Rekonstruktion des Unfallgeschehens beauftragt.Die Autofahrerin war am Mittwoch in der Nähe einer Schule mit ihrem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und hatte drei Kinder angefahren. Zwei Zwölfjährige erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Das dritte Kind wurde nur leicht verletzt. Auch die 47-jährige Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Sie kam ebenfalls ins Krankenhaus. Trauer am Gymnasium der verunglückten SchülerAm Gymnasium der drei verunglückten Jungen, an der Grundschule, vor der der Unfall passiert war, und in der ganzen Stadt herrschte am Tag danach große Betroffenheit. Zahlreiche Menschen legten an der Unfallstelle Kerzen, Blumen und Teddybären ab, um ihre Trauer auszudrücken. An der Schule der Jungen seien Schulpsychologen und Notfallseelsorger im Einsatz. Besondere Zuwendung erhalte dabei die Klasse, die um ihre zwei Mitschüler trauert, sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Dinslakener Grundschule am Unfallort gab ihren rund 350 Schülern am frühen Mittag hitzefrei.NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hatte der weiterführenden Schule sowie der Grundschule, in deren Nähe sich der Verkehrsunfall ereignete, Hilfen etwa durch Schulpsychologen zugesichert. „Wir werden die Schulen mit allem unterstützen, was uns möglich ist“, sagte sie. „Was in Dinslaken passiert ist, ist furchtbar. Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste für Eltern“, erklärte Feller. Sie trauere mit den Familien, den Freunden und Bekannten und allen Menschen an den betroffenen Schulen.Der Bürgermeister von Dinslaken, Simon Panke (SPD), sprach der Familie ebenfalls sein Beileid aus. „Unsere Gedanken sind vor allem bei den Kindern und ihren Eltern und Familien. Für sie ist das Schlimmste eingetreten, was überhaupt passieren kann“, schrieb er bei Facebook. Auch bei Freunden, Mitschülern und Lehrkräften seien Schock und Schmerz riesig. Die Schule brauche jetzt Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung, so Panke. „Dies gilt speziell für die Klassenkameraden der verstorbenen Kinder.“ Mehr von WELT in Google sehenGoogle zeigt zu vielen Themen passende Nachrichten an. Nutzer können nun festlegen, welche Quellen ihnen bevorzugt angezeigt werden:WELT als bevorzugtes Medium festlegendpa/lay/AFP