PfadnavigationHomePanoramaRheinland-PfalzAnklage wegen Mordes nach tödlichem Angriff auf ZugbegleiterStand: 16:22 UhrLesedauer: 2 MinutenIm Fall des getöteten Zugbegleiters Serkan C. werden neue Einzelheiten bekannt. Laut „Spiegel“ randalierte der mutmaßliche Täter am selben Tag schon in einem Zug aus Frankreich. Reporterin Marie Lipinsky berichtet.Der Tod eines Zugbegleiters nach einer Attacke in einem Regionalzug hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Wenige Monate später hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen Mordes erhoben.Rund vier Monate nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der 26-jährige Verdächtige wegen Mordes angeklagt worden. Es sei von einer Tat aus niedrigen Beweggründen auszugehen, erklärte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken am Donnerstag. Der griechische Beschuldigte soll Zugbegleiter Serkan Çalar nach einer Fahrkartenkontrolle am 2. Februar bei Landstuhl mehrere Schläge versetzt haben, als dieser ihn der Bahn verwies.Lesen Sie auch„Nach den durchgeführten Ermittlungen handelte der Angeschuldigte aus Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle“, teilte die Behörde weiter mit. Der Beschuldigte habe das Tatgeschehen bei richterlichen Vernehmungen und gegenüber einem forensisch-psychologischen Gutachter objektiv eingeräumt, einen Tötungsvorsatz jedoch bestritten und sich teils auf Erinnerungslücken berufen. Die Anklage erging zum Landgericht Zweibrücken. Es muss nun über die Eröffnung des Prozesses entscheiden.Tat löste Debatte über Sicherheit des Zugpersonals ausDie Tat löste bundesweit Entsetzen aus und trat eine Debatte über die Sicherheit des Zugpersonals los. Die Deutsche Bahn hielt einen „Sicherheitsgipfel“ mit Gewerkschaftern sowie Vertretern aus Politik und Behörden ab. Beschlossen wurden unter anderem die Einstellung von 200 zusätzlichen Kräften bei der DB Sicherheit, eine Verbesserung der Ausrüstung der Mitarbeiter sowie mehr Kooperation mit der Bundespolizei.Lesen Sie auchDie Attacke ereignete sich während der Fahrt eines Regionalzugs bei Landstuhl in Rheinland-Pfalz. Laut Staatsanwaltschaft kontrollierte der 36 Jahre alte Zugbegleiter den 26-Jährigen. Da dieser keinen Fahrschein hatte, forderte er ihn zur Vorlage seines Ausweises auf. Als der Angeklagte dies nicht tat, verwies er ihn des Zugs. Daraufhin versetzte der 26-Jährige dem Bahnmitarbeiter mehrere Faustschläge gegen den Kopf, „wobei er den Todeseintritt zumindest billigend in Kauf nahm“, so die Anklage. Dieser stürzte bewusstlos zu Boden und erlitt eine letztlich tödliche Hirnblutung. AFP/coh
Rheinland-Pfalz: Anklage wegen Mordes nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter - WELT
Der Tod eines Zugbegleiters nach einer Attacke in einem Regionalzug hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Wenige Monate später hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen Mordes erhoben.









