Ukraine will 20 schwedische Kampfflugzeuge kaufen Die Ukraine will 20 schwedische Kampfflugzeuge des neuen Typs Jas 39 Gripen E/F kaufen. Dafür wolle das Land, das von Russland angegriffen wird, 2,5 Milliarden Euro aus einem EU-Kredit aufwenden, wie die schwedische Regierung mitteilte.„Wenn die Ukraine den geplanten Kauf tätigt, beabsichtigt Schweden zudem, 16 Gripen C/D-Flugzeuge als bilaterale Hilfe zu spenden“, hieß es. Diese älteren Modelle könnten ab nächstem Jahr geliefert werden. Die neuen Jas 39 Gripen E/F, die über stärkere Motoren, eine höhere Reichweite, ein fortschrittlicheres Radar und modernere Elektronik verfügen, sollten ab 2030 bereitstehen. Außerdem werde Schweden mit Ausbildung und technischer Wartung unterstützen, sagte Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Uppsala. „Die Flieger sind mit einer hervorragenden Bewaffnung ausgestattet, die uns im Kampf gegen die Russen helfen wird“, so Selenskyj. Im vergangenen Herbst hatten Schweden und die Ukraine eine Absichtserklärung unterschrieben, die den Weg für den Kauf von bis zu 150 schwedischen Kampfjets durch die Ukraine ebnen sollte. Die Vereinbarung vom Donnerstag sei nun „der erste Schritt auf dieser gemeinsamen Reise“, sagte Kristersson. Auch die US-Botschaft in Kiew bleibt geöffnetUngeachtet der russischen Aufforderung an Ausländer und Diplomaten zur Ausreise hält auch die amerikanische Botschaft in Kiew ihren Betrieb aufrecht. „Die US-Botschaft ist geöffnet. Es gibt keine Änderungen an unseren Abläufen, und anderslautende Berichte sind falsch“, teilt die Vertretung auf X mit. Russland hatte vor geplanten Angriffen zur Evakuierung aufgerufen.Ukraine greift wieder Ölraffinerie anDie ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht eine russische Ölraffinerie im Schwarzmeerhafen Tuapse angegriffen. Dies teilt der ukrainische Generalstab mit. Auf dem Gelände der Raffinerie seien Feuer und Rauch beobachtet worden. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit noch geprüft. Kallas findet Merz-Vorschlag „sehr gut“ Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich positiv über den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für eine Teilmitgliedschaft der Ukraine in der EU geäußert. „Es ist klar, dass die Idee dahinter sehr gut ist“, sagte sie vor dem Treffen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol. „Dahinter steht der Gedanke, dass wir in Bezug auf die Ukraine schneller vorankommen müssen.“Diese Prozesse bräuchten Zeit, fuhr Kallas fort. „Es geht also darum, wie wir in den verschiedenen Phasen schneller vorankommen können.“ Moskau will, dass Diplomaten Kiew verlassen – auch Chinas Botschafter hält sich nicht dranAnfang der Woche hatte Moskaus Außenministerium internationale Diplomaten aufgefordert, Kiew zu verlassen – die russischen Streitkräfte planten „systematische Schläge gegen militärische und politische Entscheidungszentren“ in der ukrainischen Hauptstadt.Mehr denn je stellt sich die Drohung des russischen Machtapparats als hohl heraus: Denn nicht nur die westlichen Vertreter in der ukrainischen Hauptstadt, sondern auch der Botschafter des wichtigsten russischen Partnerlandes Chinas sind in Kiew geblieben.Am Mittwoch verbreitete Botschafter Ma Shengkun ein Foto, das ihn bei einem Treffen mit dem ukrainischen Wirtschaftsminister Oleksii Sobolev am selben Tag zeigt. Beide Männer reichen sich die Hände unter ukrainischem Wappen, augenscheinlich in einem ukrainischen Regierungsgebäude. „Ausführlich und tiefgründig“ habe man sich „über die Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel und Wirtschaft zwischen den beiden Ländern ausgetauscht“, schrieb die chinesische Botschaft in Kiew auf ihrem WeChat-Kanal.Vergangene Woche erst hatten sich Putin und Staatschef Xi Jinping in Peking getroffen und in einer Vielzahl von Freundschaftserklärungen auch bekräftigt, „die Ursachen der ukrainischen Krise zu beseitigen“ – was aus Sicht Pekings und Moskaus darauf abzielt, dass die vorgebliche Ausdehnung der NATO Richtung Osten eine zentrale Ursache ist. Gleichzeitig aber rief Xi mit Blick auf den Irankrieg dazu auf, dass „Störungen der internationalen Handelsordnung verringert“ werden. Eine Eskalation des Kriegs mutmaßlich auch in der Ukraine wäre also nicht im Sinne Chinas – auf dessen Unterstützung Moskau angewiesen ist.Mathias PeerEU wird vorerst keinen Russland-Gesandten ernennenDie EU will vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Ein solcher Schritt werde von der Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, sagten mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur am Rande eines informellen Außenministertreffens in Zypern.Statt über Personen soll demnach zunächst über Strategiefragen geredet werden. „Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen“, sagte eine EU-Beamtin. Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges unterstützen könnte.Zugleich ist den Angaben zufolge geplant, die Vorbereitungen für weitere Russland-Sanktionen voranzutreiben. Demnach wird nicht davon ausgegangen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zum derzeitigen Zeitpunkt überhaupt verhandlungsbereit ist.Selenskyj: Ballistische Raketen letzter großer Vorteil MoskausDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump angesichts russischer Angriffe um weitere Luftabwehrsysteme gebeten. In einem Brief an Trump und den US-Kongress, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, bezeichnete er ballistische Raketen als den letzten großen Vorteil Moskaus auf dem Schlachtfeld. Die Ukraine sei bereit, die benötigten Patriot-Systeme und Abfangraketen zu kaufen.Die US-Raketen für das Patriot-System sind die einzige Möglichkeit der Ukraine, russische ballistische Raketen abzuschießen. Zwar kauft die Regierung in Kiew seit Trumps Amtsantritt Patriot-Raketen über die NATO-Initiative PURL, die von europäischen Verbündeten finanziert wird. Das derzeitige Liefertempo werde der Bedrohung aber nicht mehr gerecht, so Selenskyj. Zudem droht der Krieg in Iran die ohnehin knappen Ressourcen weiter zu verknappen. Solange der russische Präsident Wladimir Putin bei konventionellen Waffen im Vorteil sei, werde er diplomatische Lösungen meiden, sagte Selenskyj. Finnland vermutet LuftraumverletzungEin russisches Militärflugzeug steht nach Angaben von Finnlands Verteidigungsministerium im Verdacht, finnischen Luftraum verletzt zu haben. „Eine Untersuchung des mutmaßlichen Luftraumverstoßes wurde sofort eingeleitet“, sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. Der Flieger könnte demnach im finnischen Meerbusen vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Die Luftwaffe habe mit einem Einsatzflug reagiert, hieß es in der Mitteilung. Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall nun.In den vergangenen Monaten waren im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine mehrfach fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den finnischen Luftraum eingedrungen oder auf finnischen Boden abgestürzt. Finnland teilt eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Litauen kauft mehr als 900 gepanzerte Fahrzeuge in Finnland Litauen will zur Stärkung seiner Verteidigung mehr als 900 gepanzerte Fahrzeuge des finnischen Rüstungskonzerns Patria kaufen. Darunter seien 300 Fahrzeuge, die bis zum Jahr 2030 geliefert werden sollen, teilt Präsident Gitanas Nausėda mit. Der baltische NATO-Staat grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands engen Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 hat Litauen seine Verteidigungsanstrengungen massiv verstärkt und die Militärausgaben kräftig erhöht. Warschau sucht engere Sicherheitsbeziehungen zu London Polen strebt eine möglichst enge diplomatische Beziehung zu Großbritannien mit einem Schwerpunkt auf der Verteidigung gegen Russland an. Das teilte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk vor seinem Abflug nach London mit, wo er ein neues Verteidigungs- und Sicherheitsabkommen unterzeichnen will. „Beide Seiten betonen, dass Russland eine strategische Bedrohung ist, auch eine langfristige, für Polen, für Großbritannien, für die NATO“, sagte Tusk. „Deshalb sollte sich unsere Zusammenarbeit darauf konzentrieren, Polen und andere Länder gegen die russische Bedrohung zu sichern.“ Tusk zufolge konzentriert sich ein wesentlicher Teil des Vertrags auf die Cybersicherheit, da Polen sich als Drehscheibe für Militärhilfe für die Ukraine als Hauptziel für hybride russische Angriffe sieht. Großbritannien hat bereits ähnliche Abkommen mit Frankreich und Deutschland geschlossen. Röttgen weiter für Taurus-Lieferung an die Ukraine Trotz der Entwicklung weitreichender Waffen durch die Ukraine selbst hat sich der CDU-Politiker Norbert Röttgen weiter dafür ausgesprochen, dem Land Taurus-Marschflugkörper aus Bundeswehr-Beständen zu liefern. Er halte es für „politisch richtig, den Taurus zu liefern“, sagte Röttgen dem Portal „Politico“ nach Angaben vom Mittwoch. Er gab aber zu, für Taurus-Lieferungen habe es „nie eine Mehrheit“ gegeben. „Daran hat sich nichts geändert. Meine Meinung hat sich aber auch nicht geändert." Die Ampelregierung unter SPD-Kanzler Olaf Scholz hatte eine Lieferung von Taurus an die Ukraine stets abgelehnt. Die neue schwarz-rote Bundesregierung will aus taktischen Gründen weniger detailliert über Waffenlieferungen an die Ukraine berichten als die Vorgängerregierung. Dies betrifft auch etwaige Taurus-Lieferungen. Deutschland solle der Ukraine weiterhin auch mit Geld und Krediten helfen, sagte Röttgen. „Denn die Produktionskapazitäten für Rüstungsgüter sind inzwischen sehr, sehr groß in der Ukraine. Das, was ihr fehlt, ist Geld." Die Ukraine brauche „noch etwas mehr“ als jene 90 Milliarden Euro, die von der Europäischen Union als Kreditlinie zur Verfügung gestellt worden seien. Berichte über Explosionen am Schwarzen MeerDie Ukraine hat offenbar die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim angegriffen. Wie örtliche Telegramkanäle berichteten, waren in der Nacht zum Mittwoch mehrere Explosionen zu hören, insbesondere in den Städten Simferopol und Sewastopol. Demnach wurde vermutlich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol angegriffen. Die Flugabwehr habe mehr als 20 Drohnen abgeschossen, teilte der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, am Mittwoch auf Telegram mit. Zudem seien bei dem Angriff in der Nacht zum Mittwoch Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow eingesetzt worden. Verletzte gebe es nach vorläufigen Angaben nicht. Allerdings seien einige Gebäude beschädigt worden, darunter eine Filiale der Zentralbank und ein achtstöckiges Wohnhaus.Insgesamt wehrte Russland nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 140 Drohnen ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog wurden zwei Menschen verletzt. Dort sei eine Rakete abgeschossen worden, teilte die Bürgermeisterin der Stadt, Swetlana Kambulowa, auf Telegram mit. Laut Telegramkanälen brach in Taganrog auf dem Gelände eines Flugzeugwerks ein Feuer aus. Zum mindestens fünften Mal in diesem Frühjahr soll auch eine Ölraffinerie in Tuapse angegriffen worden sein. Wie unser Kollege Friedrich Schmidt schon Ende April aufgeschrieben hat, haben die Attacken auf den Ort am Schwarzen Meer schwere Folgen. Einwohner berichteten von schwarzen Rauchsäulen, die tagelang zu sehen waren und öligem Niederschlag. Russland greift mit mehr als 160 Drohnen anRussland hat die Ukraine in der Nacht zum Mittwoch mit mehr als 160 Drohnen angegriffen. Dies teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte am Morgen auf Telegram mit. Bis 08:30 Uhr habe die ukrainische Flugabwehr 150 russische Drohnen im Norden, Süden und Osten des Landes unschädlich gemacht.Acht Drohnen seien an sieben Orten eingeschlagen. Besonders im Fokus der Angriffe stand die Stadt Tschernihiw im Norden der Ukraine des Landes. Von dort wurden etwa 15 Explosionen gemeldet. In der Umgebung der Stadt sollen mehrere Häuser und Unternehmen getroffen worden sein. Von Verletzten oder Toten war in der Mitteilung der Behörden keine Rede. Bei russischen Angriffen auf die ukrainischen Gebiete Dnipropetrowsk und Saporischschja wurden den dortigen Behörden zufolge 21 Menschen verletzt.Klaus BardenhagenRussland erlaubt Zentralbank und anderen Finanzinstituten Abschuss von Drohnen in EigenregieDas geht aus einem Dokument der Staatsduma hervor. Demnach dürfen die Notenbank, die Sberbank und der russische Geldtransportverband künftig eigene Abwehrsysteme betreiben und ihr Personal bewaffnen. Ein Einsatz von Spezialkräften ist dafür nicht mehr nötig. Die Institute tragen die Kosten für die Abwehr selbst, sagte der Leiter des Duma-Finanzausschusses, Anatoli Aksakow, dem Nachrichtenportal RBC. Der Chef des russischen Unternehmensverbandes, Alexander Schochin, teilte Präsident Wladimir Putin zudem mit, dass auch andere Firmen den Kauf schwerer Waffen zum Schutz ihrer Infrastruktur finanzieren wollten.Ben MenglerBundesregierung und EU bestellen russische Vertreter ein Nach Drohungen aus Moskau über einen massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew haben die Bundesregierung und die EU russische Vertreter einbestellt. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragen Kaja Kallas schrieb auf der Plattform X, der russische Aufruf an ausländische Staatsbürger und Diplomaten, Kiew zu verlassen, stelle „eine inakzeptable Eskalation“ dar. Ähnlich reagierte das Auswärtige Amt. Derweil drohte der russische Parlamentschef mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen die Ukraine im Fall von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung in Russland. Nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew am Wochenende unter Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik droht Moskau mit einer neuen Attacke. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, hieß es in der Mitteilung. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Ukraine will 20 schwedische Kampfflugzeuge kaufen | FAZ
Selenskyj: „Die Flieger sind mit einer hervorragenden Bewaffnung ausgestattet“ +++ Moskau fordert Diplomaten zum Verlassen von Kiew auf – selbst Chinas Botschafter hält sich nicht daran +++ alle Neuigkeiten im Liveblog











