Im Juni wird der Facebook- und Instagram-Konzern Meta seine Virtual-Reality-Plattform „Horizon Worlds“ abschalten. Ein letzter Rundgang.

Misogynie, Rammstein-Fans und viel Frust über Inflation – das alles gibt’s im Metaverse

Brian Finke/NYT/Redux/laif

Das Metaverse teleportiert mich ins Urlaubsparadies. Mein Avatar – schwarzer Hoodie, kurze, graue Hose, weiße Sneakers – steht an einer palmengesäumten Plaza in „Horizon Central“, einer von vielen virtuellen Welten auf Metas VR-Plattform „Horizon Worlds“. In der Mitte: eine hellweiße Säule, die eine UFO-artige Dachkonstruktion stützt. Dahinter: ein futuristischer Betonbunker mit einer gigantischen Leinwand, auf der abwechselnd Videoschnipsel aus Computerspielen und Meta-Werbung laufen.

Links: eine Shopping-Mall („Shop Central“), deren Fassade irisierend wie eine Seifenblase blau und lila leuchtet. Es fühlt sich an, als wäre ich im LSD-Rausch an einem Flughafen in der Südsee gelandet. Alles wirkt smooth und unbeschwerlich. Avatare mit Namen wie Super.Geisha und meme714 laufen umher, ein Avatar im Anzug macht einen Freudensprung. Willkommen im digitalen Utopia!