Die Vereinten Nationen haben israelische Einrichtungen auf eine schwarze Liste von Ländern gesetzt, die sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten verüben. Das berichtete der israelische Botschafter bei der Uno, Danny Danon, und kritisierte die Entscheidung massiv.

»Wer Israel auf dieselbe Liste wie Hamas-Terroristen und Vergewaltiger setzen kann, hat kein moralisches Empfinden«, erklärte Danon gegenüber der »Jerusalem Post« .Guterres’ Verdacht nicht ausgeräumtUno-Generalsekretär António Guterres hat Israel im August 2025 »unter Beobachtung« für eine mögliche Aufnahme in die schwarze Liste gestellt. Er begründete diesen Schritt mit dem »glaubhaften Verdacht« auf systematische Anwendung sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene. Vorgeworfen wird Militär- und Sicherheitskräften unter anderem »Genitalgewalt, anhaltende erzwungene Nacktheit und wiederholte Leibesvisitationen, die auf missbräuchliche und erniedrigende Weise durchgeführt wurden«.

Nun hat der Uno-Generalsekretärs den israelischen Strafvollzugsdienst sowie weitere israelische Behörden auf die Liste gesetzt.Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch sowie das Uno-Menschenrechtsbüro hatten die Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen palästinensische Gefangene wiederholt dokumentiert, gestützt auf Aussagen freigelassener Häftlinge und israelischer Whistleblower. Auch der SPIEGEL berichtete über die Zustände in Lagern wie dem Militärgefängnis Sde Teiman .