Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar.

1. 28 Prozent Wachstum

In Deutschland gebaute Luxusjacht »My Enzo« (2021): Die Unwucht wird größer

In Deutschland wächst die Zahl der Superreichen deutlich: Laut aktuellem Global Wealth Report der Boston Consulting Group (BCG) verfügten 2025 rund 5000 Menschen über ein Finanzvermögen von umgerechnet mindestens 100 Millionen US-Dollar – etwa 1100 Personen (28 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Diese kleine Gruppe hält 27,3 Prozent des gesamten Finanzvermögens, während rund 66 Millionen Deutsche umgerechnet weniger als 250.000 Dollar besitzen. Die Vermögenskonzentration nimmt weiter zu, berichtet mein Kollege David Böcking aus dem Wirtschaftsressort. Der Grund: Aus Geld wird noch mehr Geld. Wohlhabende können stärker in renditestarke Anlagen investieren.

Weltweit führen die USA beim Finanzvermögen, Deutschland liegt mit 12,4 Billionen Dollar auf Platz vier. Hierzulande dominieren Sachvermögen wie Immobilien, Aktien spielen weiterhin eine unterdurchschnittliche Rolle. Diese zurückhaltende Anlagestrategie sowie strukturelle Probleme wie schwaches Wachstum und demografischer Wandel dürften das Vermögenswachstum künftig bremsen.Die aktuelle Entwicklung aber fällt in eine Zeit, in der die Berliner Politik heftig diskutiert, wie staatliche Reformen künftig finanziert werden können. Die einen wollen Vermögende stärker belasten. Andere fordern, staatliche Ausgaben deutlich zurückzufahren und auf Eigenverantwortung zu setzen. So rät der Sachverständigenrat, auch »Wirtschaftsweise« genannt, im neuen Frühjahrsgutachten, die bisherigen »Leistungszuschläge« für Menschen in stationärer Pflege (im Volksmund auch »Pflegeheimzuschüsse« genannt) sowie den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 131 Euro ersatzlos zu streichen. (Lesen Sie hier mehr. )