Im Mai 2027 endet das bisherige Frequenzregime für das Satellitenband bei 2 Gigahertz, das für mobile Satellitenanwendungen reserviert ist. Damals waren Inmarsat und Solaris Mobile (Eutelsat und SES Astra) Nutzer des sogenannten S-Bands. Nach 20 Jahren soll es nun jedoch neu aufgeteilt werden – und die EU-Kommission will mit ihrem Vorschlag dem US-Satelliteninternetanbieter Starlink und anderen potenziellen Nicht-EU-Nutzern nur einen kleinen Teil vom Kuchen lassen.
Aus Sicht der EU-Kommission geht es dabei um gleich zwei Dinge: wer die Satelliten zur Verfügung stellt und zu welchen Bedingungen der zur Verfügung stehende Frequenzbereich genutzt werden kann. „Große Netzwerke von LEO-Satelliten werden die Weltraumversion von Sendemasten“, sagt die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen. „Sie verknüpfen Land- und Weltraumsysteme und zeigen den Weg für zukünftige 6G-Mobilfunknetze.“
Direct-to-Device beflügelt Satellitenphantasie
Seitdem 2022 „5G über nicht-terrestrische Netzwerke“ standardisiert wurde, kommt Satellitenkommunikation immer stärker als Alternative zu herkömmlicher Mobilkommunikation in Betracht. Der Markt für sogenannte „Direct-to-Device“-Dienste wächst dabei rasant.













