Die Europäische Kommission befasst sich derzeit damit, wie die europäischen Mobilfunk-Satellitenfrequenzen zugeteilt werden sollen, die im Mai kommenden Jahres frei werden. Dann laufen die Lizenzen der US-Satellitenbetreiber Echostar und Viasat aus.

Das berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen aus dem Umfeld der Kommission. Unklar ist, wie die Frequenzen vergeben werden sollen. Zwei Drittel des Satellitenfrequenzspektrums will die Kommission auf jeden Fall an europäische Unternehmen vergeben, zumal sich die Europäische Union derzeit bemüht, sich von US-Techkonzernen unabhängiger zu machen.

Ein Kommissar habe jedoch gefordert, dass europäische Anbieter zum Zuge kommen sollen, sagte einer der Informanten. Damit habe er sich gegen die zuständige Kommissarin Henna Virkkunen gestellt, die kein Unternehmen ausschließen wolle.

Setzt Virkunnen sich durch?

Es sei wahrscheinlich, dass sich die Kommissarin durchsetzen werden, sagte der Informant. Am heutigen Mittwoch will die Kommission ihren Plan bekannt geben.