Die Grillsaison hat offiziell begonnen, und mit Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke werden wieder fleißig Einweg- und Tischgrills, Holzkohle und Briketts, Fleisch und Fisch in die Berliner Parks gekarrt, um dort zu brutzeln, wo es erlaubt ist. Wie auch in den vergangenen Jahren ziehen dabei einige Grillflächen besonders viele Menschen an und qualmen die Nachbarschaft stärker zu als andere. Was für die einen bereits im Frühsommer ein Quell der Freude ist, stellt für Anwohner eine Zumutung dar. Gerade nach Feierabend sowie am Wochenende hüllen Grillfreunde die umliegende Nachbarschaft – etwa rund um den Volkspark Friedrichshain – in dichte Rauchschwaden. An das Öffnen der Fenster ist für manch einen kaum noch zu denken.
Klaas Heufer-Umlauf: „Deutscher Nachbarschaftsgroll“
Längst beschäftigt der Konflikt die Nachbarschaft. Auf A4-großen Blättern ist an einigen Haustüren in Friedrichshain und Prenzlauer Berg zu lesen: „Die Grillsaison im Park ist eröffnet! Man riecht’s.“ Darunter zu sehen: eine freundlich dreinschauende Giraffe im Rollkragenpullover und ein QR-Code – sowie der Hinweis: „Die Grillsaison im Volkspark Friedrichshain sorgt für Streit in der Nachbarschaft. Was ist da los?“ Verwiesen wird auf loky, einen Newsletter für Prenzlauer Berg, Pankow und Mitte.






