Die Mantelpaviane aus dem Tierpark Hellabrunn sind von München nach Bosnien und Algerien umgezogen. Wie der Zoo mitteilte, sei der Transport der 23 Tiere in der vergangenen Woche reibungslos verlaufen, in ihren neuen Heimatländern scheint alles für die Paviane vorbereitet zu sein. „Die Zoos in Algerien und Bosnien haben in den letzten Monaten komplett neue Anlagen für die Primaten errichtet“, erklärt der Münchner Tierparkdirektor Rasem Baban in einer Mitteilung.Der Umzug der Paviane dient der Vorbereitung für ein Großprojekt in Hellabrunn: Von 2028 an will der Tierpark zwei Große Pandas aus China beherbergen. Für die Zugänge baut der Zoo für 18 Millionen Euro eine neue Anlage, die unter anderem auf dem Gelände des bisherigen Pavian-Geheges entstehen soll. Auch die Lamas müssen ihren bisherigen Platz räumen und ziehen in das Hellabrunner Mühlendorf.Während die Kosten für die Panda-Anlage vom Freistaat Bayern übernommen werden, muss der Tierpark die jährliche Millionenleihgabe, die China für seine schwarz-weißen Botschafter verlangt, aus eigener Kraft erwirtschaften. Der Zoo will das in erster Linie durch höhere Besucherzahlen erreichen, die Eintrittsgelder sollen wegen der Pandas nicht erhöht werden.Mit seiner neuen Attraktion will der Zoo nach eigenen Angaben „moderne Tierhaltung, internationalen Artenschutz und neue Bildungsangebote“ miteinander vereinen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erhofft sich von den Pandas eine Stärkung der Beziehungen zur Volksrepublik und einen Prestigezuwachs für München als „Panda-City“. Tierschutzorganisationen wie Pro Wildlife hingegen erkennen in dem Deal mit China ein „finanzielles und politisches Geschäft auf dem Rücken der Tiere“ und fordern den Stopp des Projekts.