Die mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette soll 13 Jahre in Haft. Das hat das Landgericht in Verden in Niedersachsen entschieden und die 67-Jährige nun wegen besonders schweren Raubs in sechs Fällen verurteilt. Klette stand seit März vergangenen Jahres vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, gemeinsam mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 maskiert und teils schwer bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen zu haben. Während des Prozesses wurde entschieden, dass fünf Taten nicht weiterverfolgt werden. Damit ging es letztlich um acht Überfälle in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bei denen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro erbeutet wurden.
Klette wurde im Februar 2024 in ihrer Berliner Wohnung festgenommen. Ermittler fanden dort Waffen, Munition, eine Panzerfaust-Attrappe, gefälschte Ausweise, Perücken, Gold und 240.000 Euro Bargeld. Nach ihren mutmaßlichen Komplizen wird gesucht.Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten eine lange Haftstrafe für die 67-Jährige gefordert. Klette sei eine »Schwerverbrecherin«, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer und forderte 15 Jahre Haft – wegen versuchten Mordes, schweren bandenmäßigen Raubs und Verstößen gegen Waffengesetze.










