Stand: 27.05.2026 • 10:00 Uhr

In der Industrie mehren sich die Alarmsignale: Der Jobabbau geht rasant weiter, wer kann, verlagert ins Ausland. Viele Unternehmer fühlen sich von der Politik alleingelassen und gegängelt.

Wer wissen will, wie es hierzulande der Bauindustrie geht, der muss nur in ein riesiges Loch im Westerwald schauen. Meudt ist die größte Tongrube Deutschlands. Hier baut die Firma von Stephan Schmidt den Rohstoff ab. Der Ton wird in Schmidts Betrieb noch aufbereitet, um dann später in Fliesen, Dachziegeln oder Zement weiterverarbeitet zu werden.

Seit Monaten ist in der Grube nur wenig los. "Der Hoch- und Wohnungsbau liegen am Boden. Wir sehen seit vergangenem Jahr einen kontinuierlichen Rückgang in der abgebauten Menge", sagt Geschäftsführer Schmidt. "Das liegt hauptsächlich am deutschen Markt, weil zu wenig gebaut wird. Bei uns als Primärrohstofflieferanten schlägt die deutsche Baukrise voll auf", so der 40-Jährige.

Wachsende Bürokratie