Theodor W. Adorno hatte schon 1959 eindringlich gewarnt, das „Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie“ sei potentiell bedrohlicher als das „Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie“. Aus der Geschichte zu lernen, hieße dann weniger, nach formalen Analogien zur NS-Diktatur zu suchen, sondern wachsam zu sein, um das Aufkommen neuer rechter Potentiale schon im Ansatz ersticken zu können, ganz gleich, ob sie Wiedergänger der Nationalsozialisten sind.
Faschismus-Debatte: Nachtwey und Amlinger antworten auf Reemtsma
Die Frage nach dem Faschismus ist mehr als nur eine akademische. Sie entscheidet darüber, wie demokratische Gesellschaften auf rechte Gewalt reagieren. Eine Erwiderung auf Jan Philipp Reemtsma.









