Auch Perversionen ändern sich. Etwa, auf welche Art Frauen heute zum totalen Objekt erklärt werden kann. Die Fälle Pelicot und Fernandes nach Freud.
Was bei einer solchen Auslöschung der weiblichen Subjektposition zurückbleibt, ist eine Gemeinschaft von Männern
Fritz Engel/Agentur Zenit
S o wie das Normale historisch ist, sich also mit der Gesellschaft verändert, so ist es auch mit dem, was als Abweichung gilt: Perversion meint nicht immer dasselbe. Das bedeutet, dass es heute neue Formen von Perversion gibt.
Das hatte schon der Fall Pelicot sichtbar gemacht. Auch die Vorwürfe im Fall Collien Fernandes/Christian Ulmen werfen – bei allen Unterschieden – ähnliche Fragen auf. Ob eine Ehefrau real anderen Männern ausgeliefert wird oder ob, wie im Fall Ulmen vorgeworfen, ihre Identität virtuell missbraucht worden sein soll: In beiden Konstellationen stellt sich die Frage, welche Fantasie, welche Machtordnung in einem solchen Handeln sichtbar wird. Was wäre – sofern die Vorwürfe zutreffen – der Lustgewinn daran?






