Die Tonalität ist höflich, doch die Botschaft an die politischen Spitzen in Berlin und Potsdam ist unmissverständlich. Eine Allianz aus Schwergewichten der regionalen Wirtschaft verliert die Geduld mit den Landesregierungen. Wenn es um das Projekt Weltausstellung geht, agierten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bislang zögerlich. Doch nun bekommen beide ordentlich Druck. In einem brisanten Brief an die Regierungschefs fordert die regionale Wirtschaft „eindringlich“, eine Expo-Bewerbung der Region Berlin-Brandenburg „aktiv, entschlossen und mit der notwendigen Priorität weiter voranzubringen“.Zu den Initiatoren und Unterstützern dieses außergewöhnlichen Bündnisses gehören Brandenburgs Wirtschaftsvereinigungen, alle Industrie- und Handelskammern Brandenburgs, die Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg, die Konferenz der Hochschulpräsidenten des Landes sowie zahlreiche Großunternehmen wie Tesla, ArcelorMittal, Leag, Cemex und Arikon. Sie alle eint die Sorge, dass eine historische Chance durch politisches Abwarten verspielt wird.Die Region habe sich seit 1990 zu einer bedeutenden Technologie- und Innovationsregion entwickelt. Eine Weltausstellung, so das Argument im Anschreiben, „würde diese Entwicklung nicht nur international sichtbar machen, sondern sie auch entscheidend beschleunigen“.
„Ostdeutschland ist kein Versagerland“: Tesla unterstützt Expo-Bewerbung in Brief an Wegner und Woidke
Ein brisanter Brief der regionalen Wirtschaft an die Regierungschefs zeigt den wachsenden Frust. Expo-Initiator Henning Wehmeyer sieht in der Weltausstellung eine historische Chance für Ostdeutschland.













