Im Rahmen einer aufwendigen Rettungsaktion wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, von einer privaten Initiative in die Nordsee geschleppt. Einige Tage nach seiner Freilassung meldeten die Behörden, dass vor der dänischen Küste ein toter Wal entdeckt wurde, bei dem es sich um „Timmy“ handeln soll. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen weiter unten im Newsticker. Wal-Livestream von News5 Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. 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Im Tagesverlauf tauchten allerdings an der Küste von Anholt weder Schiffe zum Schleppen des Wal-Kadavers noch Einsatzkräfte, beispielweise der Küstenwache, auf.Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben des Boulevardblatts bislang nicht. Auf Anfrage des Tagesspiegels an die dänische Umweltbehörde hieß es am Dienstagnachmittag, dass es „heute noch keine neuen Informationen geben“ werde. Für den morgigen Mittwoch sei allerdings die Veröffentlichung einer Stellungnahme mit näheren Informationen geplant, wie eine Sprecherin sagte.Tatsächlich soll der Wind vor der Insel Anholt heute im Tagesverlauf weiter auffrischen, wie etwa der Wetterinformationsdienst „Wetter Online“ prognostiziert. So werden etwa für 15 Uhr noch mäßiger Wind aus westlicher Richtung und zeitweise Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 35 Kilometern pro Stunde erwartet. Bereits um 18 Uhr soll ein starker Wind wehen mit heftigeren Böen mit bis zu 55 Kilometern pro Stunde. 10:01 Uhr: Jeffrey Foster äußert sich in „Bild“-Zeitung und via Protokoll Die Freilassung des an der Ostseeküste gestrandeten Wals durch die private Rettungsinitiative am 2. Mai ist offenbar chaotisch abgelaufen. Die „Bild“ berichtet von mehreren Zwischenfällen und Planänderungen an Bord der Rettungsbarge. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Protokoll des Crewmitglieds und früheren Walfängers Jeffrey Foster. Die Angaben ließen sich bislang allerdings nicht unabhängig überprüfen.Demnach sei die Freilassung etwa aufgeschoben worden, obwohl der Wal wegen zunehmend unruhiger See immer wieder gegen die Wände der Barge gestoßen und verschiedenste Verletzungen festgestellt worden seien – darunter eine 60 Zentimeter lange Wunde an der rechten Schwanzflosse. Am Morgen des 1. Mai habe die Befürchtung bestanden, der Wal könnte eine weitere Nacht auf der Barge nicht überleben.Bei der Anbringung des GPS-Trackers habe man mit zugeschnittenen Feuerwehrschläuchen und Epoxidharz improvisieren müssen, auch sei der Wal größer gewesen als zuvor ausgemessen und habe sich daher nicht drehen können. Im Protokoll berichtete Foster, dass das Gerät eigentlich „für die Verwendung an einer Robbe konzipiert“ sei und daher „angepasst werden musste“. Basierend auf Daten von Timmys Sendergerät wissen wir, dass der Wal mehrere Tage lang frei im offenen Meer schwamm.Jeff Foster via ProtokollEs seien unterschiedliche Anweisungen von verschiedenen Seiten gekommen, während Vereinbarungen missachtet wurden, heißt es bei der „Bild“.Als der Wal bei der Freilassung am Morgen des 2. Mai schließlich über Sandsäcke ins Meer befördert worden sei, hätten die beiden Schlepper „Fortuna B“ und „Robin Hood“ stärker am Wal gezogen, als abgesprochen. Im veröffentlichten Protokoll hieß es dazu: „Jeff beobachtete, wie Besatzungsmitglieder – darunter Personen ohne Erfahrung im Umgang mit Meeressäugern – versuchten, den Wal neu zu positionieren und freizulassen.“Foster selbst war zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben an Bord eines der Schlepper gewesen, hatte die Aktion allerdings wohl nur beobachtet. Nachdem Absprachen mit ihm missachtet worden seien, hatte Foster sich offenbar geweigert, selbst an der Freilassung teilzunehmen. „Basierend auf Daten von Timmys Sendergerät wissen wir, dass der Wal mehrere Tage lang frei im offenen Meer schwamm und mehrere tiefe Tauchgänge absolvierte, darunter bis in eine Tiefe von 150 Metern“, heißt es im Protokoll. Mitte Mai sei der Wal allerdings tot aufgefunden worden. Die Angaben der verschiedenen Parteien ließen sich nicht unabhängig überprüfen, da Videoaufnahmen von der Freilassung bislang nicht veröffentlicht wurden. Es gilt die Unschuldsvermutung.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Wal-Newsblog vom 23.5.2026 08:10 Uhr: Umweltminister Backhaus verteidigt Rettungsversuch Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat Kritik an seiner Rolle bei dem vergeblichen Rettungsversuch des mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Wals zurückgewiesen. „Ich habe verantwortungsbewusst gehandelt“, sagte der SPD-Politiker „Stern.de“. Dass der Wal tot an der dänischen Insel Anholt angespült wurde, mache ihn traurig. „Ihn zu retten, war meine große Hoffnung.“Die Möglichkeit, dass der Wal durch die Aktion nur länger gelitten habe, wollte Backhaus so nicht gelten lassen: „Bei allem Wohlwollen, da habe ich einen anderen Anspruch. Tiere haben für mich eine Bedeutung. Man sollte ihnen helfen, wenn man ihnen helfen kann. Er sollte seine Chance bekommen.“Es sei ihm aber immer klar gewesen, dass es sich um ein Wildtier gehandelt habe, sagte der Politiker. „Was man wissen muss: Er war ein junger Wal, ein Jüngling, der sich verirrt hat. Er hatte Hilfe verdient. Er hatte sein Leben noch vor sich.“Dass er die umstrittene Rettungsaktion trotz anderslautender Empfehlungen von Wissenschaftlern zuließ, habe nichts mit dem öffentlichen Druck und der im September anstehenden Landtagswahl zu tun gehabt. „Die Wahl hat keine Rolle für mich gespielt, das sage ich in aller Klarheit.“ Zwar habe er unter Druck gestanden. „Ich habe mich davon aber nicht leiten lassen, sondern ich habe mich sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt.“Zudem habe er sich bei seinen Entscheidungen auch von zwei „ausgemachten, absoluten Wissenschaftlern“ beraten lassen, die nichts mit der Initiative zu tun gehabt hätten, sagte Backhaus. Namen wollte er allerdings nicht nennen. „Sie haben mich gebeten, das nicht zu tun. Sie haben Angst vor Drohungen“, sagte er. „Ernstzunehmende Leute haben gesagt, ich habe es richtig gemacht.“Als skurril habe er die ganze Aktion nicht empfunden. Mit dem Begriff habe er „ein Problem“. „Wir haben versucht, ein junges Tier, das lebensfähig ist, in seinen Lebensraum zurückzubringen.“ Er halte es für wichtig, an Ethik und Moral zu glauben, und gab zu bedenken: „Stellen Sie sich mal vor, die Evolution wäre andersherum verlaufen. Dann hätte der Wal entschieden, ob Sie gerettet werden.“ Wal-Newsblog vom 22.5.2026 14:01 Uhr: Explosionsgefahr steigt weiter Bereits am Donnerstag hatte der Meeresbiologe Fabian Ritter der „Bild“-Zeitung mitgeteilt, dass er nun jede Minute mit einer Explosion des Kadavers rechne. „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko und die Gefahr dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Nach den letzten Angaben des dänischen Umweltministeriums vom Donnerstag sollten erst „nach Pfingsten“ weitere Versuche unternommen werden, um den Buckelwal die rund 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa zu ziehen, wo anschließend die Obduktion stattfinden soll. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass der Körper zwischenzeitlich explodiert.Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund wollen derweil keine Prognose darüber abgeben, wann genau der Kadaver vor Anholt explodieren könnte. Eine Sprecherin sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage, dass der Zeitpunkt der Explosion von „zahlreichen Faktoren“ abhänge – „insbesondere der Sonneneinstrahlung und der Umgebungstemperatur“. Generell dehnt sich ein Wal-Kadaver aufgrund der entstehenden Fäulnisgase bei höheren Temperaturen mehr aus, als bei niedrigen Temperaturen. Der Grund: Beim Verwesungsprozess vermehren sich die Bakterien im Körper. Bei der Zersetzung des organischen Materials entstehen dann die Faulgase, die wiederum den Leib aufblähen und wegen der dicken Fettschicht nicht entweichen können. Kalte Luft oder kaltes Wasser können die Bakterienbildung etwas eindämmen.Kann man den aufgedunsenen Walkörper theoretisch anpieksen, damit die Gase kontrolliert entweichen? Die Sprecherin des Meeresmuseums sagte hierzu, dass es „theoretisch möglich wäre, in den Walkörper gezielt Löcher zu bohren, damit das Gas entweichen kann“. Sie ergänzte: „Das bedarf jedoch großer Erfahrung und birgt auch Gefahren für die Menschen, die es durchführen und sich in unmittelbarer Nähe des Wals befinden.“Generell können auch Aasfresser dafür sorgen, dass der Körper geöffnet wird. In Livestream-Aufnahmen des Videonachrichtensenders News5 war zu sehen, wie immer wieder zahlreiche Möwen auf dem Kadaver landeten und darauf herumpickten. Die Sprecherin des Meeresmuseums gibt hier allerdings Entwarnung: „Die Möwen werden vermutlich wenig Einfluss haben, da die Blubberschicht [also die Fettschicht der Haut – Anm. d. Red.] sehr dick ist.“ 12:55 Uhr: CDU-Politiker kritisiert Umweltminister Backhaus Der Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, bezeichnete die Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“ als „teuerste Tierquälerei in der Geschichte“. Via X richtete der 44-Jährige Politiker seine Kritik auch den Landesumweltminister und SPD-Politiker Till Backhaus, der den finalen Rettungsversuch der privaten Initiative duldete. „Minister Backhaus hat das zugelassen“, schrieb Peters.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Es ist nicht das erste Mal, dass Peters die Rettungsaktion für den vormals vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal kritisiert. In einem Interview mit der „Welt“ sagte er am 21. April auf das Engagements Backahsu angesprochen: „Wir haben auch noch andere Probleme.“ 09:53 Uhr: Heute doch neuer Bergungsversuch? Am gestrigen Donnerstag waren gleich mehrere Versuche, den vor Anholt gestrandeten Buckelwal zwecks Obduktion etwa 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa zu ziehen, gescheitert. Mehrere Boote schafften es nicht, den stark aufgeblähten Kadaver über eine Sandbank zu ziehen. Die dänische Umweltbehörde teilte am späten Donnerstagnachmittag mit, dass man weitere Bergungsversuche erst nach den Pfingstfeiertagen unternehmen wolle. Doch heute früh kam nach Angaben von „t-online“ offenbar doch wieder Bewegung in das Vorhaben. Demnach sei in Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 zeitweise wohl zu sehen, wie mehrere Boote der dänischen Küstenwache in der Nähe des mittlerweile stark aufgedunsenen Körpers unterwegs waren. Ein Reporter vor Ort soll demnach berichtet haben, dass die Küstenwache offenbar doch noch versuchen wolle, den Kadaver am heutigen Freitag abzutransportieren. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.Am Donnerstag sagte der Meeresbiologe Fabian Ritter der „Bild“-Zeitung, dass er jede Minute mit einer Explosion des Kadavers rechne. „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. 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Erst nach Pfingsten soll ein neuer, alternativer Bergungsversuch unternommen werde, hieß es.Unterdessen zeigten Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5, dass sich der Kadaver des Wals aufgrund von im Körper entstehenden Fäulnisgasen immer weiter aufbläht. Das dänische Umweltministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne. 15:08 Uhr: Meeresbiologe: Explosionsgefahr „steigt mit jeder Minute“ Der Bergungsversuch für den vor der Insel Anholt liegenden Buckelwal-Kadaver scheint vorerst abgebrochen worden zu sein. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie noch am Vormittag mehrere Boote versuchten, den Kadaver von „Timmy“ mit Seilen aus dem seichten Gewässer zu ziehen. Das Risiko für eine Explosion steigt mit jeder Minute.Fabian Ritter, MeeresbiologeDer Körper sollte 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa transportiert werden, damit dänische Forscher dort am Freitag eine Obduktion vornehmen. Doch die Schiffe fuhren unverrichteter Dinge wieder weg – offenbar gelang es nicht, den Kadaver über eine Sandbank zu ziehen, wie ein News5-Reporter unter Berufung auf eine mit der Bergung vertraute Person berichtete. Ein Mitarbeiter des Staatlichen Naturhistorischen Museums in Dänemark, der nach eigenen Angaben an der Autopsie beteiligt sein wollte, sagte dem dänischen TV-Sender „TV2“, dass das Bergungsvorhaben am Donnerstag vorerst aufgegeben wurde. „Sie bekommen ihn nicht los“, sagte der Mitarbeiter und ergänzte: „Ich glaube, das Boot ist vielleicht zu klein, es gibt jedenfalls Probleme, und sie können ihn nicht bewegen.“ Heute um 15 Uhr habe er eine entsprechende Nachricht bekommen. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben bislang nicht.Derweil zeigen die Livestream-Aufnahmen, dass sich der Kadaver des Wals aufgrund von im Körper entstehenden Fäulnisgasen immer weiter aufbläht. Das Dänische Umweltministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne.Zu dieser Einschätzung kommt nun auch der Meeresbiologe Fabian Ritter. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung sagte er am Donnerstag: „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Ritter zufolge ließe sich die Explosionsgefahr verringern. Mit „gezielten Schnitten oder Punktierungen“ in den Walkörper könne man dafür sorgen, dass die Gase austreten. Der Experte betonte: „Je früher man das macht, desto besser.“ 13:22 Uhr: Bergungsversuch für Autopsie offenbar abgebrochen Am Donnerstag teilte die Dänische Umweltschutzbehörde mit, dass man den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ am Donnerstag mithilfe eines Schleppers vom beliebten Strand der Insel Anholt rund 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa transportieren wolle. Dort soll der Körper des Wals „wenn alles nach Plan verläuft“ am Donnerstag obduziert werden, sagte Jane Hansen vom Umweltministerium dem Tagesspiegel auf Anfrage. Wenn alles nach Plan verläuft, finden die Autopsie und die Untersuchung des Wals am Freitag statt.Jane Hansen, Umweltministerium DänemarkDoch offenbar verläuft bei dem Bergungsversuch aktuell nicht „alles nach Plan“. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie Einsatzkräfte zeitweise die Seile vom Walkörper wieder entfernten, mit denen das Tier gezogen werden sollte. Ein News5-Reporter vor Ort berichtete unter Berufung auf eine mit den Bergungsarbeiten vertraute Person, dass einige Versuche bislang gescheitert seien und es derzeit offenbar nicht gelinge, den Kadaver über eine Sandbank im seichten Wasser zu ziehen. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht. Wie es nun weitergehen soll, bleibt fraglich. 11:55 Uhr: Wal-Autopsie am Freitag in Grenaa geplant Der Kadaver von Buckelwal „Timmy“ soll nach Angaben des Dänischen Umweltministeriums von seinem derzeitigen Aufenthaltsort vor der Insel Anholt in den Hafen von Grenaa gebracht werden. Die Stadt befindet sich an der Ostküste auf dem dänischen Festland. Die Entfernung zwischen dem Hafen von Grenaa und der Insel Anholt beträgt in Luftlinie etwa 50 Kilometer. Via Fährverbindung dauert die Überfahrt etwa 2 Stunden und 45 Minuten.Wie Jane Hansen vom Umweltministerium dem Tagesspiegel auf Anfrage erklärte, habe man sich dazu entschlossen, den Körper des Tieres von seinem bisherigen Standort zu entfernen, weil er an dem beliebten Strand für „erhebliche Störungen“ sorgt. Es sei nun „gängige Praxis, eine Autopsie durchzuführen und Forschern die Entnahme wertvoller wissenschaftlicher Proben zu ermöglichen“. Im Hafen von Grenaa seien die Bedingungen für eine Obduktion und weitere Arbeiten an dem Kadaver demnach „weitaus besser geeignet“.Des Weiteren sei wegen des großen Interesses in der deutschen Bevölkerung geplant, dass die Presse vor Ort die Arbeiten am Wal verfolgen könne. „Der Zugang erfolgt jedoch hinter Sicherheitsabsperrungen, da Maschinen und scharfe Geräte zum Einsatz kommen“, so Hansen. Zudem müsse man „angemessene Arbeitsbedingungen“ gewährleisten. „Wir bitten daher alle, die Absperrungen zu respektieren und die Anweisungen vor Ort zu befolgen.“ Die Autopsie soll demnach am Freitag im Hafen von Grenaa stattfinden. Der Transport von Buckelwal „Timmy“ dorthin soll demnach bereits am Donnerstag mithilfe von Umweltschutzschiffen der „Dänischen Behörde für grüne Landnutzung und aquatische Umwelt“ (SGAV) erfolgen. „Der Transport des Wals ist mit einer Reihe technischer Herausforderungen verbunden“, sagte Hansen und ergänzte: „Sollte es nicht möglich sein, den Transport abzuschließen, werden die weiteren Arbeiten stattdessen auf Anholt durchgeführt.“In Livestreamaufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie der Kadaver am Donnerstagmittag bereits enorm aufgebläht war. Der Grund dafür sind Fäulnisgase, die im Körper des toten Wals entstehen. Das Dänische Umwelministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. 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Was nun konkret mit dem Skelett von „Timmy“ nach der Obduktion passieren könnte, erwähnte sie nicht.Es gab nie den Plan, dass das Skelett in das Deutsche Meeresmuseum kommt.Sprecherin des Deutschen MeeresmuseumsAuf einer Pressekonferenz im vergangenen April auf der Ostseeinsel Poel, als der Buckelwal noch in deutschen Gewässern gestrandet war, wurde Umweltminister Till Backhaus gefragt, was im Falle eines Todes von „Timmy“ mit dem Skelett passieren solle. Der SPD-Politiker betonte dabei mehrfach, dass man in Mecklenburg-Vorpommern auf das Skelett des Wals „nicht angewiesen“ sei, denn wer das Stralsunder Ozeaneum besuche, könne dort sogar „unter Walen liegen“. Das Ozeaneum ist einer von drei Museumsstandorten des Deutschen Meeresmuseums. Der Minister bezog sich dabei auf naturgetreue Modelle der Meeressäuger, die in der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ im Stralsunder Ozeaneum von der Saaldecke hängen. Das Ozeaneum in Stralsund beherbergt Modelle von verschiedenen Walarten. © TMV 9:46 Uhr: DLRG bereitet nach Wal-Einsatz Badesaison vor Nach ihrem denkwürdigen Einsatz bei der Bergung des Buckelwals vor der Ostseeinsel Poel steht den beteiligten Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nun die Badesaison bevor. „Wir standen schon sehr im Fokus“, sagt Oliver Bartelt, der den Einsatz DLRG-seitig leitete und mittlerweile auf Usedom Wache hält.Würde ich jedes Mal wieder so tun.Olliver Bartelt, DLRG-EinsatzleiterMitglieder seines Teams würden immer noch auf den Einsatz angesprochen. „Viele von uns werden durch die zahlreichen Videoaufnahmen erkannt“, sagt der 35-jährige Ehrenamtliche der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben viele Zuschriften aus ganz Deutschland.“ Der Zuspruch überwiege. Negative Reaktionen habe es aber auch gegeben, etwa nachdem Bartelt angekündigt hatte, man werde nach rund zwei Wochen auf Poel den Einsatz abbrechen und nach Hause fahren. Hätte Bartelt die Zeit seiner Kollegen und Kolleginnen schon vor der Saison aufgebraucht, hätten sie ihm später am Strand gefehlt, erklärt er, oder für mögliche Katastrophenlagen, für die sein Team deutschlandweit bereitstehe. Oliver Bartelt von der DLRG Usedom Nord steht mit einem Fernglas am Strand des Ostseebades auf der Insel Usedom. © dpa/Stefan Sauer Auch zur Rettungsaktion der privaten Initiative und deren Ausgang äußerte sich Bartelt. Demnach sei es klar gewesen, dass der Wal danach nicht automatisch überlebt. „Aber wir wollten ihm die Chance geben. Und dabei haben wir unterstützt. Und das würde ich jedes Mal wieder so tun.“ Wal-Newsblog vom 20.5.2026 15:18 Uhr: Meeresbiologe äußert sich zum Wal-Geschlecht Der Wal-Experte Fabian Ritter wagt eine Prognose hinsichtlich der Geschlechtsbestimmung von dem vor der dänischen Küste gestrandeten und verendeten Buckelwal. Der Meeressäuger, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, soll laut dem Meeresbiologen „eher eine Tina“ sein, wie er der „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete. Der tote Buckelwal liegt seit Freitag vor der dänischen Insel Anholt. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI Demnach habe er Fotos von „Bild“-Reportern gesichtet, die vor Ort am Strand der Insel Anholt aufgenommen worden seien. Auf einem der Nahaufnahmen des auf dem Rücken liegenden Tieres will Ritter nun rechts und links neben der Geschlechtsöffnung „eine Milchdrüsenspalte“ entdeckt haben, in denen normalerweise die Zitzen von Wal-Weibchen verborgen liegen. Jene Spalten seien auf dem Bild „klar zu erkennen“, sagte der Experte der „Bild“-Zeitung. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht – auch weitere Experteneinschätzungen liegen aktuell nicht vor. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte auf Pressekonferenzen im April mehrfach von einem „jungen Wal-Bullen“ berichtet. Da das vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Tier seinerzeit auf dem Bauch lag, habe man genauere Geschlechtsbestimmungen damals allerdings nicht vornehmen können. Weil eher männliche, junge Bullen auf Wanderschaft gehen und sich dabei mitunter auch in die Ostsee verirren können, wurde zunächst vermutet, dass Buckelwal „Timmy“ ein jüngerer Wal-Bulle ist. 10:57 Uhr: Dänemark will Buckelwal doch obduzieren Die dänischen Behörden wollen den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ nach eigenen Angaben aus dem flachen Wasser vor der Insel Anholt entfernen lassen. Das bestätigte Jane Hansen von der Dänischen Umweltschutzbehörde dem Tagesspiegel am Dienstagnachmittag auf Anfrage. Demnach liege das Tier aktuell an einem beliebten Strand. Man gehe aktuell davon aus, dass der Wal dort „mit hoher Wahrscheinlichkeit verbleiben wird und somit eine erhebliche Belästigung für Besucher und Anwohner darstellen würde“.Daher habe das Notfallteam des Umweltministeriums für gestrandete Meeressäuger beschlossen, den Buckelwal zu entfernen. Man arbeite auch an einer Lösung, um „eine Autopsie durchzuführen und so wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu gewinnen“, berichtete Hansen dem Tagesspiegel.Der gestrandete Buckelwal bei Anholt befindet sich derzeit an einem beliebten Strand.Jane Hansen, dänische UmweltschutzbehördeDie Arbeiten sollen demnach von dänischen Forschern und Tierärzten durchgeführt werden – allerdings in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden und Forschungseinrichtungen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns, das mit Minister Till Backhaus, maßgeblich bei den ersten Rettungsmaßnahmen für Buckelwal „Timmy“ involviert war, sieht darin kein Problem. Wie ein Sprecher des Ministeriums dem Tagesspiegel auf Anfrage mitteilte, sei Wissenschaft international zu betrachten. „Wenn die Zerlegung des Wals wichtige Erkenntnisse bringt, werden wir das sicher erfahren“, sagte der Sprecher. Derzeit gebe es keine Pläne, einen Vertreter des Umweltministeriums nach Dänemark zu schicken, um der Obduktion beizuwohnen, hieß es weiter. „An unser Haus wurde kein Hilfeersuchen gesendet. Eine Teilnahme an der Aktion ist daher nicht geplant“, so der Sprecher.Abermals weist die Umweltbehörde darauf hin, dass man Besuchern vor Ort dringend dazu rate, einen Sicherheitsabstand zum Wal einzuhalten und sich ihm nicht zu nähern. „Es könnte ein Infektionsrisiko bestehen“, heißt es weiter. Vor zwei Tagen kursierten in den Medien Videoaufnahmen eines Mannes, der auf den Kadaver des Buckelwals kletterte, um dort für Fotos zu posieren.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 08:30 Uhr: So hätte Merkel im Fall „Timmy“ gehandelt: (mit Agenturen)
„Timmys“ Kadaver liegt weiter vor Anholt: Dänemarks Umweltbehörde will sich wohl erst morgen äußern
Bei dem toten Meeressäuger vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich nach Angaben der Behörden um den als „Timmy“ bekannten, zuvor in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. Die Entwicklungen im Newsblog.







