VfL Wolfsburg steigt ab: Woran hat et jelegen?

Ganz Fußball-Deutschland trägt Trauer, weil der superbeliebte VfL Wolfsburg in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga antreten muss. Kleiner Scherz.

Freud und Leid: Paderborns Spieler im Rausch, Wolfsburg Vinicius Souza bei der Trauerarbeit

Ulrich Hufnagel/imago

Häme und Schadenfreude über den Abstieg der 100-prozentigen Volkswagen-Tochter gibt es kostenlos an jeder Ecke. Und wenn das auch nicht die ethischsten Tugenden der Gattung Mensch sind, so sind die Reaktionen auch nicht völlig unverständlich. Die Regel außer Kraft setzen, nach der 50+1 Prozent der Stimmrechte im Besitz des Vereins sein müssen, VW-Geld verbrennen (angeblich 80 Millionen Euro pro Jahr) und dann nichts gebacken kriegen: geschieht ihnen recht! Das ist der Gedanke, und er ist ja auch nicht ganz falsch. Auch Hardcore-Anhänger des VfL sehen, dass der Abstieg nicht auf den frühen Platzverweis von Joakim Maehle am Pfingstmontag zurückzuführen ist. Das war nur der Kulminationspunkt einer langen Entwicklung.