Eine große Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland spricht sich für umfangreiche Reformen im Bildungssystem aus, um von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Kindern bessere Chancen zu ermöglichen. Das geht aus einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Kinderreport 2026 hervor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.93 Prozent der befragten Erwachsenen halten es demnach für wichtig oder sehr wichtig, mehr qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas einzusetzen, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten.
Umfrage: Sprachförderangebote an erster Stelle
91 Prozent fordern einheitliche Bildungsstandards in ganz Deutschland unabhängig vom Bundesland. 90 Prozent sprechen sich für eine kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Schule einschließlich Lern- und Unterrichtsmaterialien aus.
Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Jugendarbeit befürworten 88 Prozent. 84 Prozent halten eine stärkere finanzielle Förderung von Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder für wichtig. Einen verpflichtenden und schnellen Zugang geflüchteter Kinder zur Schule unmittelbar nach ihrer Ankunft befürworten 80 Prozent. Ein längeres gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsniveaus halten 59 Prozent für wichtig.








