Blauer Himmel, plötzlich Motorengeräusche – und eine Cessna fliegt in den Gleitschirm einer Paragleiterin. Das Kleinflugzeug zerfetzt den Stoff, die Sportlerin befindet sich auf mehr als 1900 Höhenmetern, sie trudelt ohne Kontrolle dem Boden entgegen. Sie kann noch rufen: „Leck mich am A....“ Und sie zieht gedankenschnell ihren Rettungsschirm. Das hat der Vierundvierzigjährigen am Samstag wohl das Leben gerettet. Sie schaffte es, auf einem Waldweg zu landen.Nun hat die Gleitfliegerin, die nahe Zell am See, rund 100 Kilometer südwestlich von Salzburg, von dem Flugzeug erwischt wurde und ein Video davon auf Instagram teilte, sich abermals in einem Beitrag gemeldet. Stichpunktartig beschreibt sie darin die Hintergründe des Unfalls aus ihrer Perspektive.„Ja, ich weiß, wer das war“Die Sportlerin will offenbar ein paar Dinge klarstellen. Sie sei „nirgends“ gewesen, „wo ich nicht sein durfte“. Sie habe kein „Flarm“, also ein Kollisionswarnsystem, dabeigehabt. Im Moment des Zusammenstoßes sei sie in der Thermik gekreist; hatte also durch die Winde nach Aufschwung gesucht, um höher zu kommen. Generell wichen dabei Flugzeuge und andere Paragleiter „Fluggeräten“ wie ihrem aus, ein motorisiertes Luftfahrzeug sei „ausweichpflichtig“.Doch der Pilot schaffte das wohl nicht rechtzeitig, wie er der Polizei sagte. Es handelt sich den Angaben zufolge um einen 28 Jahre alten Mann, der auf seinem Rundflug von Glemmtal in Richtung Zell am See gewesen war.„Ja, ich weiß, wer das war“, schreibt die Paragleiterin auf ihrem Profil. Und sie wisse auch, dass der Pilot des Flugzeugs sicher gelandet sei. Der Vorfall werde nun „ganz offiziell, ohne Drama“ mit dem „ordentlichen Rechtsweg“ aufgearbeitet.Dass unter dem Video manche Nutzer, zumal in Teilen fachfremd, der Paragleiterin eine Mitschuld geben, während andere den Piloten scharf kritisieren, kommentiert sie nun ebenso: „An die Lästerer und diejenigen, die mitreden, obwohl sie keine Ahnung haben und entweder den Flugzeugpiloten oder mich schlechtreden: Hoffentlich habt ihr nie an einem Unfall Schuld oder Unschuld und müsst dann eure Kommentare dazu lesen.“Es sei ein Fluggebiet, in dem sowohl Paragleiter als auch Segel- und Motorflieger „ihre Runden drehen“. „Es gibt Regeln, und Unfälle passieren trotzdem“, schreibt sie. Ein Paragleiter sei, genauso wie für sie ein Segelflugzeug, „oft schwer zu sehen“ – auch wenn die Schirme von Paragleiterin „schön bunt“ seien.Die Piloten von Motor- und Segelflugzeugen bat sie noch, umsichtiger in einem Gebiet zu fliegen, „in dem ihr immer gemeinsam mit uns Schnecken am Himmel seid“: „Ihr solltet dort doch hinter jeder Kuppe mit einem von uns rechnen!“Beim nächsten Mal wolle sie jedenfalls ein Warnsystem mitnehmen, schreibt sie; auch wenn sie sich nicht sicher sei, ob es den Unfall verhindert hätte. Die Ermittlungen der Polizei in dem Fall dauern an.
Kollision mit Cessna: Paragleiterin spricht über Vorfall
Nach dem Zusammenstoß mit einer Cessna in Österreich äußert sich die Paragleiterin zu dem Vorfall – und hat an die Piloten in den kleinen Flugzeugen, aber vor allem an die Laien im Internet eine Bitte.











