PfadnavigationHomePanoramaVon Cessna gerammt„Ich weiß, wer das war“ – Paragliderin äußert sich nach Horror-Unfall in der LuftStand: 08:28 UhrLesedauer: 2 MinutenEine Gleitschirmpilotin hat einen haarsträubenden Unfall mit einem Kleinflugzeug erlebt und live gefilmt. Auf den Aufnahmen, die die Österreicherin auf Instagram hochlud, ist zu sehen, wie eine Cessna über ihrem Kopf vorbeirast und dabei den Gleitschirm zerfetzt.Mitten im Flug kracht eine Cessna in ihren Schirm: Eine Gleitschirmpilotin hat ein dramatisches Video veröffentlicht und damit für Aufsehen gesorgt. Nun weist sie Spekulationen zurück.Nach dem spektakulären Zusammenstoß ihres Gleitschirms mit einem Kleinflugzeug in Österreich hat sich die betroffene Paragliderin ausführlich zu dem Vorfall geäußert. In einem Beitrag auf Instagram schrieb die Frau: „ja ich weiß wer das war“ (sic). Sie kündigte an, der Fall werde „ganz offiziell, ohne Drama seinen ordentlichen Rechtsweg gehen“. Einen Namen nannte die Pilotin nicht.Der Unfall hatte sich am Samstag bei Piesendorf unweit von Zell am See ereignet. Der Schirm der 44-Jährigen kollidierte in der Luft mit einer Cessna, die von einem 28-Jährigen gesteuert wurde. Videoaufnahmen der Paragliderin zeigen, wie das Kleinflugzeug über ihrem Kopf vorbeifliegt und dabei den Gleitschirm beschädigt. Die Frau konnte noch ihren Rettungsschirm auslösen und auf einem Forstweg landen. Laut Polizei überstand sie den Vorfall, verletzt wurde sie demnach nicht schwer.In ihrem Instagram-Statement widerspricht die Paragliderin Spekulationen über ein mögliches Fehlverhalten ihrerseits. Sie betont, sie habe sich im Thermikkreisen befunden – und habe sich dort auch aufhalten dürfen. Sie weist darauf hin, dass ein Paraglider einem Kleinflugzeug in einer solchen Situation aus ihrer Sicht kaum ausweichen könne. Der Pilot eines motorisierten Luftfahrzeugs sei in einem solchen Fall ausweichpflichtig.Zugleich bemüht sich die Frau um einen vergleichsweise sachlichen Ton. Es handle sich um ein Fluggebiet, in dem Paraglider ebenso unterwegs seien wie Segel- und Motorflieger. „Es gibt Regeln und Unfälle passieren trotzdem“, schrieb sie. Vielleicht helfe der Vorfall dabei, „dass alle wieder etwas aufmerksamer fliegen“. Auch gab sie zu, dass Paraglider für Piloten anderer Luftfahrzeuge schwer zu erkennen sein könnten.Die Frau erklärte außerdem, sie habe zum Zeitpunkt des Unfalls kein Flarm-System genutzt, also kein elektronisches Warnsystem zur Kollisionsvermeidung. Ob dies einen Unterschied gemacht hätte, könne sie nicht sagen. Ihr nächstes Vario werde aber eines mit Flarm sein, schrieb sie.Der Pilot der Cessna konnte seine Maschine nach Angaben der Polizei sicher am Flughafen Zell am See landen. Er habe erklärt, der Paragliderin nicht mehr rechtzeitig habe ausweichen können. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an. Ob und in welchem Umfang einem der Beteiligten ein Fehlverhalten vorzuwerfen ist, ist bislang offen.Die Paragliderin selbst zeigte sich nach dem Vorfall vor allem erleichtert über ihre Rettung. Ihren größten Dank richtete sie in dem Beitrag an ihren Notschirm. Sie könne kaum glauben, dass ihr „außer ein paar fiesen blauen Flecken und rundum Prellungen wirklich nichts passiert“ sei.ll mit dpa