PfadnavigationHomePanoramaHitzewelle in EuropaNRW-Gemeinde warnt vor Trinkwasserknappheit – Wetterdienst erwartet bis zu 35 GradStand: 11:34 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Stadtwerke Jülich schlagen Alarm: Wegen der hohen Temperaturen der vergangenen Tage ist der Wasserverbrauch extrem gestiegen. Nun droht sogar das Trinkwasser knapp zu werden.Hitzealarm in Europa: In Jülich wird das Wasser knapp, in Baden-Württemberg wackelt ein Hitzerekord und Frankreich meldet bereits die ersten Toten. Auch Großbritannien erlebt historische Tropennächte.Die Stadtwerke Jülich schlagen Alarm: Wegen der hohen Temperaturen der vergangenen Tage ist der Wasserverbrauch extrem gestiegen. Nun droht sogar das Trinkwasser knapp zu werden. Die Vorräte würden zunehmend schrumpfen, teilten die Stadtwerke Jülich auf ihrer Internetseite mit. Deshalb riefen sie die Bürger dazu auf, „sehr sparsam“ mit dem Trinkwasser umzugehen. Auf das Wässern von Rasenflächen und das Befüllen von Pools solle verzichtet werden. „Diese Maßnahmen sind unerlässlich, damit wir gerade bei den heißen Temperaturen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung haben“, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke, Uwe Macharey. Man hoffe, auf diese Weise die Situation gemeinsam meistern und Verbote für bestimmte Nutzungen von Trinkwasser umgehen zu können. „Besonders in den Nachtstunden, in denen sich die Wasserspeicher normalerweise nachfüllen, hat sich der Verbrauch mehr als verdoppelt.“ Zwar hätten die Stadtwerke zwei große Wasserspeicher, doch die Vorräte dort sänken zunehmend. Wie lange die Wasserknappheit noch andauern werde, hänge vom Wetter ab. Lesen Sie auchIn ganz Deutschland herrschen aktuell sommerliche Temperaturen. In Baden-Württemberg etwa könnte am Dienstag sogar ein Hitzerekord geknackt werden. In Waibstadt (Rhein-Neckar-Kreis) sei am 28. Mai 2005 mit 35 Grad die damalige Rekordmarke des Monats erreicht worden. „Dieser Rekord wackelt tatsächlich“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ein oder zwei Zehntel mehr seien drin. Die Behörden warnen wegen der Hitze zudem vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Nach Angaben des DWD galt bereits am Pfingstmontag für Bad Bergzabern in der Pfalz eine hohe Gefahr. Für das Saarland erwarten die Experten diese Gefahrenstufe für kommenden Mittwoch in Perl, Neunkirchen und Saarbrücken. Auch für Brandenburg und Sachsen gilt schon eine höhere Gefahrenstufe aufgrund der Temperaturen.Am Mittwoch soll es dagegen gebietsweise bereits Gewitter geben. Vor allem im Nordosten soll es sich abkühlen. In Mecklenburg-Vorpommern etwa sind dann nur noch Temperaturen um die 20 Grad zu erwarten, an der See teils lediglich 16 bis 18 Grad. Verantwortlich dafür sei ein mäßiger bis frischer Nordwestwind, der vereinzelt auch böig ausfallen könne.Hitzewelle auch in Großbritannien – Tote in FrankreichGroßbritannien steckt aktuell noch in einer historischen Hitzewelle. In der Nacht zu Dienstag fiel die Temperatur im Londoner Vorort Kenley nicht unter 21,3 Grad Celsius – damit war es nachts so warm wie noch nie im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Am Montag waren tagsüber in mehreren Orten Rekordwerte für diese Jahreszeit jenseits der 30-Grad-Marke gemessen worden. Am wärmsten war es im Südwesten Londons mit 34,8 Grad Celsius.In Frankreich sind nach Regierungsangaben bislang sieben Menschen wegen der Hitze ums Leben gekommen. Zwei Menschen starben beim Sporttreiben, fünf weitere ertranken, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon am Dienstag dem Sender TF1 sagte. Die Todesfälle stünden „direkt oder indirekt“ mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen in Verbindung.Am Montag hatte Frankreich den bislang heißesten Maitag seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Für Dienstag wurden noch höhere Temperaturen von bis zu 36 Grad erwartet. Für acht Départements im Westen des Landes galt die Warnstufe Orange – das erste Mal überhaupt in einem Monat Mai. Die Hitzewelle soll bis Ende der Woche anhalten.dpa/AFP/kami