Torhüterin Ann-Katrin Berger steht im Kader der deutschen Fußballerinnen für die entscheidenden Qualifikationsspiele um das direkte WM-Ticket. Hinter der Nominierung der 35-Jährigen stand ein Fragezeichen, da sie zuletzt bei einer Partie ihres US-Vereins Gotham FC eine Bauchverletzung erlitten hatte. „Sie hat noch Schmerzen, geht aber davon aus, dass es in den nächsten Tagen besser wird“, sagte Bundestrainer Christian Wück. Sollte Berger ausfallen, sind Stina Johannes (VfL Wolfsburg) und Ena Mahmutovic (Bayern München) als Ersatztorhüterinnen nominiert. Wer von beiden als erste Vertreterin für Berger infrage käme, ließ Wück offen.Schon seit einer Woche war klar, dass die DFB-Frauen ohne Kapitänin Giulia Gwinn gegen Norwegen und in Slowenien (5./9. Juni) auskommen müssen. Die Rechtsverteidigerin von Double-Gewinner Bayern München hatte sich beim 5:1 gegen Österreich Mitte April in Nürnberg die Schulter ausgekugelt. Sie war zwar bei den abschließenden Saisonspielen ihres Klubs dabei, kündigte aber an, dass sie operiert werden muss. Auch Stürmerin Nicole Anyomi fehlt angeschlagen. Dafür kehren Klara Bühl, Sophia Kleinherne, Kathy Hendrich und Marie Müller nach verletzungsbedingten Pausen in das Aufgebot zurück. Auch Melissa Kössler (Denver Summit FC), die ihr bislang letztes Länderspiel 2024 bestritten hat, steht wieder im Kader. Offensivspielerin Laura Freigang von Eintracht Frankfurt, seit vielen Jahren fester Bestandteil des Nationalteams, ist dieses Mal nur auf Abruf dabei. „Das war eine schwierige Entscheidung“, sagte Wück. „Wir haben sehr lange überlegt, weil sie Erfahrung mitbringt, aber wir sie im Moment nicht so einsetzen können, dass sie uns auf dem Platz hilft.“Im Heimspiel gegen Norwegen in Köln (20.35 Uhr, ARD) kann das DFB-Team die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien mit einem Sieg vorzeitig perfekt machen. Die Gruppe A4 führt Deutschland nach dem jüngsten 0:0 in Österreich aber nur noch mit einem Punkt vor den Norwegerinnen an. Vier Tage später müssen die Deutschen in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana antreten (18 Uhr, ZDF). „Die Ausfälle treffen uns natürlich. Gleichzeitig wissen wir, dass andere Verantwortung übernehmen werden. Wir haben großes Vertrauen in unseren Kader, in jede einzelne Spielerin“, sagte Wück. „Jede weiß, worum es geht, und wir wissen, dass die Mannschaft bereit ist, das WM-Ticket zu lösen.“