Manchmal entstehen blöde Situationen nur, weil man etwas Gutes will – aber manches Schöne entsteht auch erst, wenn etwas schiefläuft. Das klingt kompliziert, dabei war die Sache recht einfach. Es ging um etwas, das viele in Berlin schon erlebt haben: Sie steigen die Treppe ihres Mietshauses hinauf und sehen an einer Tür einen Wohnungsschlüssel hängen.Natürlich könnte jemand den Schlüssel vergessen haben oder jemand bringt nur den Müll weg. Oder jemand testet, ob Verlass auf die Nachbarn ist. Es ist eine klassische Situation, in der man mehr falsch als richtig machen kann. In unserem Falle erfuhren wir erst hinterher, dass wir einiges falsch gemacht haben.

Kolumne

Dauerproblem Müll in Berlin: Der Drecksack in unserer Straße

Doch vor der Tür fragten wir uns: Wenn wir nichts unternehmen und ein fieser Einbrecher nutzt die Chance aus, würden wir uns dann der Begünstigung einer Straftat schuldig machen? Was also tun? Klingeln? Klopfen?

Beides haben wir gemacht. Keine Reaktion. Dürfen wir nun eigentlich einfach die Tür aufschließen oder ist das Einbruch? Immerhin ist die Wohnung ein verfassungsrechtlich geschützter Ort, an dem niemand von den neugierigen Blicken der Nachbarn überrascht werden will.