Am Pfingstsonntag haben sie in Magdeburg die „Credamus“ enthüllt – „Lasst uns glauben“. 15 Tonnen Bronze, gegossen in der Innsbrucker Gießerei Grassmayr, fast drei Meter Durchmesser, Schlagton d⁰. Nach Angaben des Domglockenvereins ist sie die weltweit größte Bronzeglocke einer evangelischen Kathedrale und nach dem „Dicken Pitter“ im Kölner Dom die zweitgrößte Glocke Deutschlands.

Bis Mai 2031 sollen alle zwölf Glocken im Magdeburger Dom hängen – pünktlich zum 400. Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Auf der Rückseite zeigt die „Credamus“ neun Magdeburger Kirchen, zerstört im Zweiten Weltkrieg oder zu DDR-Zeiten abgerissen.

Olympiaglocke der Olympischen Spiele 1936 im Umfeld des Berliner Olympiastadion.

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Ein gut komponiertes Bild: Eine Stadt, die im 20. Jahrhundert zweimal um ihre Kirchen gebracht wurde – durch Bomben und durch Sprengkommandos im Auftrage der SED –, gießt sich Erinnerung neu. Landesbischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter der EKD, nennt es ein „Friedenszeichen“: In Kriegszeiten seien Glocken zu Kanonen umgegossen worden, hier werde umgekehrt aus Spendenbronze ein Geläut. 1,1 Millionen Euro haben Bürger bislang aufgebracht, die Gesamtkosten liegen bei 2,5 Millionen.