Denn zu den vier bereits vorhandenen Glocken kommen acht weitere hinzu, wie Andreas Schumann vom Magdeburger Domglockenverein und Landtagsabageordneter für die CDU erklärt: "Als wir uns 2018 gegründet haben mit dem Ziel, das Geld für zwölf Glocken für den Magdeburger Dom zu sammeln, da hieß es, ihr seid größenwahnsinnig." Aber es hat offenbar geklappt, denn am Pfingstsonntag wurde die letzte und größte Glocke im Dom offiziell begrüßt.
"Credamus" – wir glauben
Der lateinische Name der Glocke heißt Credamus, zu deutsch: "wir glauben" und das könnte exemplarisch für das gesamte Projekt stehen. Denn mit 15 Tonnen Gewicht ist die Credamus Deutschlands zweitgrößte Glocke. Alle zwölf Glocken zusammen haben ein Gewicht von 42 Tonnen, verteilt auf zwei Türme, die über 800 Jahre alt sind. So wundert es nicht, dass man sich nicht nur auf den Glauben verlässt, denn niemand will ja den Dom wackeln lassen.
Eigentümerin des Domes ist die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, die für den Erhalt des Bauwerkes zuständig ist. Und natürlich wurde geprüft, ob der Dom die Glockenlast tragen kann, wie Kerstin Steller von der Kulturstiftung erklärt: "Wir haben Spezialbüros beauftragt, um Schwingungsgutachten zu machen. Und wenn es vom Ergebnis anders ausgefallen wäre, würden wir diesen Weg auch nicht weiter verfolgen." Allerdings müssen die Domtürme erstmal ertüchtigt werden, bevor sie die Glocken aufnehmen können, denn noch immer gibt es Schäden durch Weltkriegsbomben.












