Der FC Erzgebirge Aue hat sich am Ende einer verkorksten Saison doch noch einen Moment gesichert, der über den Sommer hinaus Wirkung entfalten kann. Mit dem 2:0 im Sachsenpokal-Finale beim FSV Zwickau gewannen die Veilchen nicht nur erstmals seit zehn Jahren wieder den Titel – sie verschafften sich auch eine sportliche und finanzielle Perspektive, die im Lößnitztal dringend gebraucht wird.
Nach dem Abstieg aus der 3. Liga, der das Ende von 23 Jahren Profifußball markiert, war der Sieg im Westsachsen-Derby mehr als nur ein versöhnlicher Abschluss. Trainer Khvicha Shubitidze sprach von einem „verdienten Sieg“ – und traf damit den Kern: Aue spielte diszipliniert, zweckmäßig, ohne Glanz, aber mit der nötigen Konsequenz. „Heute war nicht Zauberfußball gefragt“, sagte der Georgier. Es war ein Satz, der zugleich wie ein Ausblick auf die kommenden Aufgaben klingt. Denn genau darum geht es jetzt: um einen Neuanfang unter erschwerten Bedingungen.
Geldsegen mit Bedeutung
Der Pokalsieg hat unmittelbare Folgen. Die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals bringt dem Verein Einnahmen von rund 200.000 Euro – Geld, das in Aue aktuell Gewicht hat. Finanzvorstand Andreas Stark hatte zuletzt von einer „durchschnittlich soliden Lage“ gesprochen, zugleich aber eingeräumt, dass der Klub auf Stundungen und Hilfen angewiesen ist.








