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SPIEGEL: Frau Schäffner, in Deutschland soll gerade am Gesundheitssystem gespart werden. Sie sprechen sich als Nierenspezialistin dafür aus, dass Deutschland ein Dialyse-Register benötigt. Können wir uns das leisten?
Schäffner: Ich denke, wir müssen es uns leisten.
SPIEGEL: Warum?Schäffner: Werden Entscheidungen nicht auf einer guten Datenbasis getroffen, besteht die Gefahr, am falschen Ende zu sparen und damit Schaden anzurichten – in Form von Leid bei den Patientinnen und Patienten und von höheren Kosten. All unsere Nachbarländer haben Dialyse-Register. Ich halte es für möglich, dass sie auch deshalb in der Lage sind, mit geringeren Kosten eine bessere Versorgung zu leisten. Mithilfe eines Registers könnten wir unter anderem ermitteln, wie lange ein Dialysepatient in Deutschland durchschnittlich lebt, welchen Einfluss Alter und Geschlecht und Begleiterkrankungen haben. Wir könnten zum Beispiel etwas über ihre Lebensqualität erfahren, wenn entsprechende Daten erhoben werden.
SPIEGEL: Wie würde das konkret ablaufen?Schäffner: In einem Register würden die Daten jedes Dialysepatienten so lange gesammelt, wie dieser eine Dialysebehandlung erfährt, etwa durch jährliche Eingaben. Und pseudonymisiert natürlich. Das wären, wie schon genannt: Alter, Geschlecht, die Nierengrunderkrankung, andere Begleiterkrankungen, ebenso die Form der Therapie und auch Laborwerte.SPIEGEL: Wie viele Menschen in Deutschland benötigen eine Dialyse?








