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Deutschland liegt bei der Organspende deutlich hinter anderen Ländern zurück. Nach Ansicht einer Gruppe von Abgeordneten soll sich das ändern – durch eine umstrittene Neuregelung.
Neue ethische Debatte zur Organspende im Bundestag: Eine Gruppe von Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg fordert eine Widerspruchslösung - während eine weitere Gruppe sich strikt dagegen stellt. «Es geht am Ende darum, aus Organspende den Regelfall zu machen», sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann bei der Vorstellung des Entwurfs für eine Widerspruchsregelung.
Künftig solle jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch möglicher Organspender sein, wenn er eingewilligt oder nicht explizit widersprochen habe, erläuterte die SPD-Abgeordnete und Ärztin Sabine Dittmar. «Jeder von Ihnen und von uns kann zum Lebensretter, zur Lebensretterin werden», sagte Connemann. Bislang muss man seine Bereitschaft dokumentieren, beispielsweise mit einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung. Ohne eine solche Willensbekundung werden im Todesfall die Angehörigen mit der Frage konfrontiert.






