Es zeichnet sich ein Deal zum Stopp des Irankriegs ab. Der Ölpreis sinkt, während viele Staaten auf eine Öffnung der Straße von Hormus hoffen.

„Angebot auf dem Tisch“

Einem US-Regierungsvertreter ‌zufolge hat die Führung in Teheran der Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge im Austausch für ein Ende der US-Seeblockade prinzipiell zugestimmt. Zudem sei sie bereit, ihr hochangereichertes Uran abzugeben. Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Mojtaba Chamenei habe ⁠diesen Rahmenbedingungen im Wesentlichen zugestimmt, hieß es aus US-Kreisen. Der Entwurf sehe eine Frist von 60 Tagen für eine endgültige Einigung vor. Die Details zum iranischen Atomprogramm müssten jedoch noch ausgehandelt werden.

Iranischen Kreisen zufolge könnten in späteren Phasen „machbare Maßnahmen“ ‌gefunden werden, um ‌den Streit über die Uranbestände beizulegen. Dazu gehöre zudem eine Verdünnung des Materials ⁠unter Aufsicht der UN-Atomenergiebehörde, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters. Iran weist die Vorwürfe der USA und Israels, nach Atomwaffen zu streben, zurück und betont sein Recht ‌auf eine Urananreicherung zu zivilen Zwecken. Der erreichte Reinheitsgrad ‌liegt jedoch weit über dem für die Stromerzeugung benötigten Niveau. (rtr)