Deutschland muss vom Rheinland lernen. Nämlich, wie man zusammenhält. Lange war das Rheinland tief gespalten, und zwar ausgerechnet in seiner Mitte. Hier Köln, dann eine tiefe Kluft, dann Düsseldorf. Aber die Zeiten sind vorbei. Die Kluft – sie existiert nicht mehr. Das haben diese Woche der Oberbürgermeister von Köln und jener von Düsseldorf verkündet. In Berlin.Dienstagabend, in der „Botschaft des Westens“, wie sich die Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen in der Hauptstadt angemessen pathetisch nennt: Hier hat eben der Parlamentarische Abend der Metropolregion Rheinland begonnen. Viele Gäste sind aus dem Rheinland angereist, andere aus Berlin dazugekommen, aus Politik und Wirtschaftskammern. Das Netzwerktreffen dreht sich diesmal darum, wie wichtig es für das Rheinland ist, dass Deutschland moderner und weniger bürokratisch wird. Eben hatten die Gäste noch mit Currywurst vorgeglüht; die Soße war ziemlich feurig, woran schon zu erkennen war, dass es sich nicht um die oft eher süßliche Berliner Variante handelte, sondern um Ruhrpottwurst, genauer gesagt jene von Dönninghaus in Bochum. Sie genießt einen ausgezeichneten Ruf. Typisch rheinländische Großzügigkeit. Auch das Ruhrgebiet kommt hier zu seinem Recht.