Es steht schlecht um die psychische Gesundheit von Schüler*innen. Einige Hundert Schulen in Deutschland haben deswegen ein neues Fach eingeführt.
T heos Hund macht glücklich. Da sind sich die 13 Fünftklässler*innen der Berliner Berthold-Otto-Schule einig. Dicht gedrängt stehen sie in der Mitte ihres Klassenzimmers und rufen aufgeregt durcheinander. Die Spielregeln an diesem Donnerstagnachmittag sind einfach: Alle stehen im Kreis, wer einer Aussage zustimmt, macht ein paar Schritte in Richtung Mitte. „Was macht ihr als Klasse gerne?“, hatte ihre Lehrerin Ulrike Kunze zuvor gefragt. Kletterfangen, also Fangen auf dem Klettergerüst, Draußensein und Videospiele waren hoch im Kurs. „Und was macht dich persönlich so richtig glücklich?“, lautete die nächste Frage. Entspannen, Sammelkarten, Fußball. Aber für nichts gibt es so viel Zuspruch wie für Theos Hund.
Die Berthold-Otto-Schule, eine staatlich anerkannte Privatschule in einer wohlhabenden Gegend im Westen Berlins, nennt sich seit 2023 „Glücksschule“. Ulrike Kunze, eigentlich Lehrerin für Deutsch und Gesellschaftslehre, und eine weitere Kollegin wurden von einem darauf spezialisierten Institut zu sogenannten Glückslehrkräften ausgebildet. Zwei Stunden pro Woche sind in der Grund- und Oberschule für das Fach „Glück“ reserviert, unterrichtet wird es in der dritten, fünften und siebten Klasse.








