Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa plant den Start des Nancy Grace Roman Space Telescope für Ende 2026. Das neue Observatorium, dessen Primärspiegel mit 2,4 Metern Durchmesser exakt so groß ist wie jener des Hubble-Teleskops, soll unter anderem dunkle Materie und Exoplaneten erforschen.Anzeige

Wie in einer im Fachmagazin Astronomy & Astrophysics veröffentlichten Studie zu lesen ist, eignet sich das Instrument aber auch für die Suche nach isolierten Neutronensternen. Ein Team um die Astronomin Zofia Kaczmarek von der Ruprecht-Karls-Universität im baden-württembergischen Heidelberg hat diese zusätzliche Einsatzmöglichkeit in umfangreichen Simulationen nachgewiesen.

Messung der Raumzeitkrümmung

Die Forscher:innen nutzen dabei den astrometrischen Mikrolinseneffekt, der auf einer Vorhersage von Albert Einstein basiert. Wenn ein massereiches Objekt vor einem entfernten Stern vorbeizieht, krümmt seine Schwerkraft das Sternenlicht und führt zu einer winzigen Positionsverschiebung des Hintergrundsterns.Anzeige

Das Roman-Teleskop kann diese Positionsänderung gemeinsam mit der Helligkeitszunahme mit extrem hoher Präzision erfassen. „Das wirklich Coole an der Nutzung des Mikrolinseneffekts ist, dass man direkte Massenmessungen erhält“, zitiert Earth.com den beteiligten Wissenschaftler Peter McGill vom kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory.