Hinter Israels zerstörerischer Siedlungspolitik steckt wohl ein Plan: einen zumindest im Westjordanland zusammenhängenden Staat Palästina zu verunmöglichen.
Schutthaufen aus Beton und verbogenem Metall liegen an der Kreuzung am Ortsrand der palästinensischen Kleinstadt Al-Eizariya. Läden und Autowaschanlagen standen hier früher, Palästinenserinnen und Palästinenser gingen ihren Geschäften nach. Doch davon ist nichts mehr übrig. Etwa 40 Gebäude haben die israelischen Sicherheitskräfte hier jüngst abgerissen, an dieser Straßenkreuzung im Westjordanland.
Richtung Osten geht es in die israelische Siedlung Ma’ale Adumim, Richtung Westen in das Stadtzentrum von Al-Eizariya. Dahinter, noch weiter westlich, liegt Jerusalem, dazwischen verläuft die Sperranlage. Und diese strategische Lage ist wohl der Grund, warum hier Mitte Mai Hunderte Palästinenserinnen und Palästinenser ihre Lebensgrundlage verloren haben.
Es ist der wohl größte Massenabriss von palästinensischen Häusern seit Jahren. Doch es geht hier nicht nur um die 40 Gebäude, sagen viele. Sondern um ein israelisches Besiedlungsprojekt, das Jerusalem und den Siedlungsblock Ma’ale Adumim verbinden soll, genannt E1. Zwischen den beiden Orten liegen etwa elf Kilometer. Derzeit befinden sich dort vor allem Sand, Geröll, Bäume. Einige beduinisch lebende Palästinenser wohnen dort.







